Fotoausstellungen

28.08.2015 - 31.12.2015
Ausstellung Bern . Zum ersten Mal zeigt das Kunstmuseum Bern das Werk des weltbekannten französischen Künstlers Henri de Toulouse-Lautrec der Fotografie in einer Gegenüberstellung der Fotografie aus dieser Zeit, die Toulouse-Lautrec oft als Vorlage für seine Bilder, Zeichnungen und Plakaten dienten. 28.8. bis 31.12 2015
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Toulouse-Lautrec und die Photographie
Ausstellung Bern . Zum ersten Mal zeigt das Kunstmuseum Bern das Werk des weltbekannten französischen Künstlers Henri de Toulouse-Lautrec der Fotografie in einer Gegenüberstellung der Fotografie aus dieser Zeit, die Toulouse-Lautrec oft als Vorlage für seine Bilder, Zeichnungen und Plakaten dienten. 28.8. bis 31.12 2015

 

 Maurice Guibert - Lautrec arbeitet am Gemälde "La Danse au Moulin-Rouge", 1894, Neuabzug von einem Glasnegativ, Albi, Musée Toulouse © Musée Toulouse-Lautrec, Albi - Tarn -France

 

 

Henri de Toulouse-Lautrec (1864 – 1901) hat selbst nie fotografiert, liess jedoch seine Modelle und sich selbst immer wieder von anderen fotografieren. Vor allem aber besass er ein photographisches Auge wie kaum ein anderer Künstler seiner Zeit. Das zeigen seine ungeschönten Darstellungen des Pariser Amusierviertels Montmartre, aber auch die steilen Perspektiven und kühnen Bildausschnitte. Die Ausstellung konfrontiert Gemälde, Zeichnungen, Lithographien und Plakate des weltbekannten Künstlers mit zeitgenössischen Photographien, die ihm oft als Vorlage dienten.

 

 

 Maurice Guibert - Lautrec porträtiert Lautrec, um 1894
Aus einem Album mit 33 Photograhien der Familie Toulouse-Lautrec
Collection Georges Beaute
© Beaute, Réalmont; Photograph David Milh

 

 

 

Maurice Guibert - Toulouse-Lautrec als Samurai, schielend, um 1892
Aus einem Album mit 33 Photographien von Toulouse-Lautrec, Originaabzug
Collection Georges Beaute
© Beaute, Réalmont; Photographe David Milh

 

 

 

 

Das Kunstmuseum Bern stellt das Werk von Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901) der Fotografie der Zeit gegenüber. Bilder, Zeichnungen, Lithographien und Plakate des Künstlers werden mit zeitgenössischen Fotografien konfrontiert, auf denen das gleiche oder ein sehr ähnliches Motiv wiedergegeben ist und die dem Künstler oft als Vorlagen gedient haben. 

Keine der ausgestellten Photographien stammt von Toulouse-Lautrec selbst – er hat nie photographiert –, aber viele davon wurden bei Freunden in Auftrag gegeben. Sei es als Vorlage für eine künstlerische Umsetzung oder weil er eine selber inszenierte Performance festhalten wollte. Und doch besass Toulouse-Lautrec selbst ein photographisches Auge, wie kaum ein anderer Künstler jener Zeit. Was immer er darstellte und wie er es darstellte, ist undenkbar ohne die Photographie. Dies beweisen sowohl die kühnen Bildausschnitte mit den angeschnittenen Figuren als auch der skizzenhafte Stil, der wie die moderne Photographie auf ein möglichst spontanes Erfassen eines Augeneindrucks abzielte. Und wer hätte damals die künstliche Welt des Pariser Unterhaltungsviertels Montmartre, seine verführerischen Reize und die Abgründe, die sich dahinter auftun, nüchterner und ungeschönter – also photographischer – darzustellen gewagt als Toulouse-Lautrec?

 

Henri de Toulouse-Lautrec
Sitzender weiblicher Clown, 1896, Blatt 1 der Mappe Elles
Farblithographie in Pinsel, Kreide und Spritztechnik, mit Schaber überarbeitet, 52,7 x 40,5 cm
Kunstmuseum Bonn

 

 

Das Kunstmuseum Bern besitzt in seiner Sammlung das Gemälde Madame Misia Natanson au piano (1897) von Henri de Toulouse-Lautrec. Misia Natanson, Gattin des Verlegers Thadée Natanson, war in den Pariser Künstlerkreisen eine viel bewunderte Persönlichkeit. Die Ausstellung widmet ihr und ihrem illustren Kreis einen eigenen Themenbereich, in dem das Gemälde anderen Bildern, Graphiken und Photographien gegenübergestellt wird. In der hauseigenen Sammlung befindet sich zudem eine Reihe graphischer Arbeiten von Toulouse-Lautrec, die 2014 - im Hinblick auf die bevorstehende Ausstellung – noch mit weiteren Blättern ergänzt werden konnte.

Die Ausstellung wird von einer Veranstaltungsreihe mit Filmen, thematischen Führungen und Konzerten sowie von einem Katalog mit wissenschaftlichen Texten und Farbabbildungen begleitet.

 

 

Kunstmuseum Bern, Hodlerstraße 12, Bern / Schweiz

27.08.2015 - 17.01.2016
Fotoausstellung Wien . Einen festen Platz werden in der Albertina in Zukunft regelmäßig wechselnde Präsentationen aus dem reichhaltigen rund 100.000 Fotos umfassenden Bestand haben. Eröffnet wird die Reihe mit „Black & White“, einer Auswahl von rund 100 Meisterwerken, die in der erst kürzlich eingerichteten Galleries for Photography gezeigt werden. 27. August 2015 bis 17. Januar 2016
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Black & White - Highlights aus der Fotosammlung der Albertina
Fotoausstellung Wien . Einen festen Platz werden in der Albertina in Zukunft regelmäßig wechselnde Präsentationen aus dem reichhaltigen rund 100.000 Fotos umfassenden Bestand haben. Eröffnet wird die Reihe mit „Black & White“, einer Auswahl von rund 100 Meisterwerken, die in der erst kürzlich eingerichteten Galleries for Photography gezeigt werden. 27. August 2015 bis 17. Januar 2016

Charlotte Rudolph
Palucca 1928
© Albertina, Wien - Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft

 

 

 

Die Ausstellung Black & White ermöglicht einen Einblick in die umfangreichen fotografischen Bestände des Museums und spiegelt die Sammlungsstruktur der 1999 gegründeten Fotoabteilung wider. Die Exponate geben sowohl einen Überblick über verschiedene Genres wie Porträt-, Architektur- und Landschaftsfotografie, als auch einen Einblick in bedeutende fotografische Strömungen. 

 

Die Gründung der Fotosammlung 

Mit der Übernahme der Direktorenschaft der Albertina durch Klaus Albrecht Schröder wurden im Herbst 1999 die bereits bestehenden Abteilungen des Hauses für Grafik und Architektur durch eine Fotoabteilung bereichert. Die Fotosammlung setzt sich aus mehreren Beständen zusammen: Dem historischen Altbestand der Albertina, der Sammlung der Höheren Graphischen Bundes-Lehr-und Versuchsanstalt Wien sowie dem Bildarchiv des Fotobuchverlags Langewiesche. Durch eine intensive Sammlungstätigkeit in den letzten 17 Jahren konnten zusätzlich bedeutende inhaltliche Sschwerpunkte, wie die Street Photography herausgebildet werden. 

 

 

 

Rudolf Koppitz
Bewegungsstudie 1926
© Albertina, Wien - Dauerleihgabe der Höheren Graphischen Bundes-Lehr-und Versuchsanstalt

 

 

Trude Fleischmann
Die Schauspielerin Sibylle Binder, um 1935
© Albertina, Wien

 

 

Die Bestände der Fotosammlung

Die grafische Sammlung der Albertina wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts um die noch junge Technik der Fotografie erweitert. Diese fotohistorischen Schätze umfassen vor allem Zeugnisse der ersten 50 Jahre ihres Bestehens und enthalten Fotografien des Stadtraums, der Landschaft, Expeditionsfotografie und Kunstreproduktion.

Im Jahr 2000 konnte die Albertina die historische Sammlung der Höheren Graphischen Bundes-Lehr-und Versuchsanstalt als Dauerleihgabe übernehmen. Die Bestände der 1888 gegründeten, weltweit ersten auf Fotografie und Reproduktionstechniken spezialisierten Schule enthalten nicht nur ca. 70.000 Bilder, sondern auch Apparate und eine umfangreiche Bibliothek.

Im selben Jahr kam das als Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft übernommene Bildarchiv des Fotobuchverlags Langewiesche in die Albertina. Der heute noch existierende Verlag setzte mit seinen Fotobildband-Reihen (Die

Blauen Bücher und Der Eiserne Hammer) neue buchpublizistische Maßstäbe. Der Schwerpunkt lag neben Kunstreproduktionen auf Landschafts- und Architekturfotografie der 1920er- bis 1940er-Jahre.

Die Albertina betreibt heute eine aktive Ankaufspolitik. Die Bestände werden in viele Richtungen hin erweitert - von den Anfängen des Mediums bis zur Gegenwart. Neben der Vertiefung des Vorhandenen liegt ein Fokus auf der Street Photography des 20. Jahrhundert.

 

 

 

 Brassai
In einem Stundenhotel, Rue Quincampoix, um 1932
Silbergelatinepapier
Albertina © Bildrecht, Wien, 2015

 

 

Die Auswahl

Die erste Sammlungspräsentation spannt einen Bogen von den Anfängen des Mediums bis hin zur Gegenwart und präsentiert spannende Einblicke in bedeutende Kapitel der Fotogeschichte. Den Ausgangspunkt bilden frühe Zeugnisse historischer Wiener Stadtansichten, präsentiert durch Daguerreotypien und Salzpapiere von Andreas von Ettingshausen bis hin zur K.K. Hof- und Staatsdruckerei Wien. Die Arbeiten von Julia Margaret Cameron, Heinrich Kühn, Rudolf Koppitz und Anton Josef Trcka geben einen ausgezeichneten Überblick zum Schaffen des Piktorialismus. Maßgeblich von Amateuren und später auch von Fachfotografen betrieben, sollte die Fotografie den bildenden Künsten gleichgestellt werden und erlebte in Wien ab 1900 eine ganz eigene Ausprägung des fotografischen Jugendstils. Die Neue Sachlichkeit der 1920er und 30er Jahre repräsentieren Porträt- Architektur- und Sachfotografien, exemplarisch veranschaulicht durch Helmar Lerski, Albert Renger-Patzsch, Ruth Hallensleben und Hans Finsler.

Der Sammlungsschwerpunkt Streetlife- und dokumentarische Fotografie führt von seinen europäischen Protagonisten Henri Cartier-Bresson und Lisette Model zu William Klein, Robert Frank, Lee Friedlander, Winston Link und Ray K. Metzker ins Amerika der 1950er und 60er Jahre. In den Berliner Stadtlandschaften von André Kirchner findet die Präsentation ihren Abschluss im Schaffen eines Zeitgenossen.

 

Vertretene Künstlerinnen und Künstler

Wilhelm Angerer | Alois Beer | Erwin Blumenfeld | Bill Brandt | Brassaï (Gyula Halász) | Henri Cartier-Bresson | Julia Margaret Cameron | Walker Evans | Hugo Erfurth | Andreas Ritter von Ettingshausen | Hans Finsler | Trude Fleischmann | Robert Frank | Lee Friedlander | Masahisa Fukase | Seiichi Furuya | David Goldblatt | Ruth Hallensleben | Elisabeth Hase | André Kirchner | K. K. Hof- und Staatsdruckerei Wien | William Klein | Rudolf Koppitz |Heinrich Kühn | Helmar Lerski | O. Winston Link | Elfriede Mejchar | Ray K. Metzker | Lisette Model | Daid? Moriyama | Lucia Moholy | Felix Moulin | Helmut Newton | Irving Penn | Edward Quingley | Albert Renger-Patzsch | Charlotte Rudolph | Friedrich Seidenstücker | Sam Shaw | Christer Strömholm | Wolfang Suschitzky | Henry Fox Talbot | Anton Josef Trcka | J. Verotier | Minor White | Garry Winogrand | Morris Wright

 

Albertina, Albertinaplatz 1, Wien

 

 

22.08.2015 - 10.10.2015
Fotoausstellung Köln Geheimnisvoll und einfühlsam sind die Porträts des französischen Fotokünstlers William Ropp, der zum dritten Mal in einer Einzelausstellung in der in fokus Galerie gezeigt wird. Diesmal ist der international bekannte Fotokünstler mit rund etwa 45 Arbeiten in der Galerie vertreten. Vom 22. August bis 10. Oktober 2015
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William Ropp – Äthopia ­
Fotoausstellung Köln Geheimnisvoll und einfühlsam sind die Porträts des französischen Fotokünstlers William Ropp, der zum dritten Mal in einer Einzelausstellung in der in fokus Galerie gezeigt wird. Diesmal ist der international bekannte Fotokünstler mit rund etwa 45 Arbeiten in der Galerie vertreten. Vom 22. August bis 10. Oktober 2015

 

 

Die Ausstellung zeigt aus William Ropps neuester Serie Menschenbildern aus Äthiopien, die zum ersten Mal auf der AIPAD (wichtige Fotomesse in New York) im April diese Jahres dem internationalen Publikum mit großem Erfolg vorgestellt wurde.

William Ropp gelingt in dieser Serie ein ganz eigener Grenzgang zwischen Naturalismus und Künstlichkeit, zwischen der Wiedergabe von Mensch mit Natur und Stilisierung. Die Menschen aller Generationen in Ropps Werken blicken den Betrachter meist direkt an. Die enorme Ausstrahlung der Protagonisten zieht den Betrachter magisch in seinen Bann. Die Äthiopier in Ropps Bildern wirken verletzlich und eindrucksvoll in sich gekehrt aber gleichzeitig auch stark und voller Selbstbewusstsein. Die eigentümliche Einbettung des Menschen in fremde Landschaften und Pflanzenwelten führt zu geheimnisvollen Bildern voller Rätsel.

 

 

 

in focus Galerie, Hauptstrasse 114, Köln

 

20.08.2015 - 10.10.2015
Ausstellung Greifswald . Die Arbeiten des Künstlers Antonius sind mystische, oft im Grenzbereich zwischen Fotografie und Malerei angesiedelt Werke. Die Motive, die in der Galerie STP ausgestellt werden, kreiert der Künstler aus Flora, Fauna und Alltagsinsignien und macht sie zu eindrucksvollen Bildern. 20.8. bis 10.10.2015
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Antonius - Anderswelten
Ausstellung Greifswald . Die Arbeiten des Künstlers Antonius sind mystische, oft im Grenzbereich zwischen Fotografie und Malerei angesiedelt Werke. Die Motive, die in der Galerie STP ausgestellt werden, kreiert der Künstler aus Flora, Fauna und Alltagsinsignien und macht sie zu eindrucksvollen Bildern. 20.8. bis 10.10.2015

Künstler Antonius. Titel Anderswelt 92, Größe 74 x 100 cm, 2014

 

 

Antonius wurde in Berlin geboren und wuchs in New York, Metz und Berlin auf. Ihn auf einen Beruf festzulegen ist unmöglich. Er ist Maler, Creative-Director, Fotograf und Künstler zugleich. Seine Fotografien, die er selbst als „fotografische Choreografien“ bezeichnet, zeigen kreierte Welten aus Flora, Fauna und Alltagsinsignien...vom floralen Stillleben bis hin zur Narration mit surrealen Bildsujéts.

Die Fotografien dieses Künstlers sind mystische, oft im Grenzbereich zwischen Fotografie und Malerei angesiedelt. Durch die Verschmelzung von Malerei und Fotografie entstehen anspruchsvolle und unkonventionelle Arbeiten, die den Betrachter auf geheimnisvolle Weise in ihren Bann ziehen. „Die Mystik in den Fotografien soll ein faszinierendes Geheimnis bleiben“ sagt Antonius über seine Werke.

 

 

Antonius: Angel, 80 x 120 cm, 2014

 

Wer hinter den extremen Farben exzessive Nachbearbeitung oder digitale Collagen vermutet, der liegt falsch. Die Aufnahme gibt immer ein Original-Set wieder. Die Vorbereitung des Arrangements nimmt dabei die meiste Zeit in Anspruch. In der Postproduktion wird lediglich Gradation, Kontrast und Sättigung verändert", erläutert Fotokünstler Antonius. Wichtiger für den speziellen Look der Aufnahme ist das Werkzeug mit dem das Bild entstand. Sein Motiv nahm Antonius mit der Scannerkamera Pentacon 6000 auf, die Ergebnisse mit hohem Dynamikumfang und geringem Rauschen liefert. Die Bilder faszinieren und irritieren in spannender Weise durch ihr Detailreichtum und ihre Schärfe.

 

Galerie STP, Lange Straße 21, Greifswald

 

18.08.2015 - 07.11.2015
Fotoausstellung Berlin . Berühmt, aber nicht unumstritten, ist das Werk des amerikanischen Fotografen Joel-Peter Witkin, das schon in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und vielfach veröffentlicht wurde. Jetzt zeigt die Galerie Hiltawsky unter dem Titel "The World is not enough" seine surrealistischen Bildinszenierungen. 18.8. bis 7.11.2015
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Joel-Peter Witkin - The World is not enough
Fotoausstellung Berlin . Berühmt, aber nicht unumstritten, ist das Werk des amerikanischen Fotografen Joel-Peter Witkin, das schon in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und vielfach veröffentlicht wurde. Jetzt zeigt die Galerie Hiltawsky unter dem Titel "The World is not enough" seine surrealistischen Bildinszenierungen. 18.8. bis 7.11.2015

 

Joel-Peter Witkin
Woman once a bird, 1990
© Joel-Peter Witkin
courtesy galerie hiltawsky

 

 

Nicht jeder mag sie die oft verstörenden Bildinszenierungen von Joel-Peter Witkin. Nach einer Zeit als Kriegsfotograf in Vietnam Anfang der 60er Jahre, arbeitete, der 1939 in New York geborene Witkin seit 1967 als freier Fotograf. Seine Modelle sind nicht die Schönen und "normalen" Menschen, sondern in seiner Fotografie posieren Minderwüchsige, Amputiert und verunstaltete Personen oder er setzt Leichen oder deren Teile in Szene. Oftmals haben seine Motive auch einen religiösen Einschlag. Joel-Peter Witkin führt diesen Hang zu dieser Art Bilder zum einen auf ein Erlebnis seiner Kindheit bei dem ein Mädchen bei einem Autounfall enthauptet wurde und auf die religiösen Spannungen in seinem Elternhaus zurück. Seine panthasievollen Bilder spalten die Betrachter in diejenigen, die sich für die Werke begeistern und in jene, die sie ablehnen. Ein Besuch der Ausstellung gibt Gelegenheit sich eine eigene Meinung zu bilden

 

 

Joel-Peter Witkin
Portrait of Clemence L., 2002
© Joel-Peter Witkin
courtesy galerie hiltawsky

 

 

Joel-Peter Witkin
Bird of Quevada
New Mexico, 1982

© Joel-Peter Witkin
courtesy galerie hiltawsky

 

 

 

 

 

Joel-Peter Witkin
Cuisine of a Failed Romance, 2003
© Joel-Peter Witkin
courtesy galerie hiltawsky

 

Galerie Hiltawsky, Tucholskystraße 41, Berlin

15.08.2015 - 10.10.2015
Fotoausstellung Berlin . Bilder von Muhammad Ali, dem berühmtesten Boxsportler aller Zeiten, werden in einer umfassenden Fotoausstellung bei Camera Work gezeigt. Weltbekannte Fotografien von mehr als 15 internationalen Künstlern wie Elliott Erwitt, Volker Hinz, Thomas Hoepker, Carl Fischer, Neil Leifer, Flip Schulke, Steve Schapiro und Albert Watson zeigen einen Einblick in das bewegende Leben und auf die größten Kämpfe der Sportikone von 1960 bis 1980. Bis 10.10.2015
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Muhammad Ali – Sportler des Jahrhunderts
Fotoausstellung Berlin . Bilder von Muhammad Ali, dem berühmtesten Boxsportler aller Zeiten, werden in einer umfassenden Fotoausstellung bei Camera Work gezeigt. Weltbekannte Fotografien von mehr als 15 internationalen Künstlern wie Elliott Erwitt, Volker Hinz, Thomas Hoepker, Carl Fischer, Neil Leifer, Flip Schulke, Steve Schapiro und Albert Watson zeigen einen Einblick in das bewegende Leben und auf die größten Kämpfe der Sportikone von 1960 bis 1980. Bis 10.10.2015

                 

© Steve Schapiro, Muhammad Ali (Cassius Clay)
With Mini Gloves, Louisville, Kentucky, 1963

                 

 

1974 der legendäre Kampf "Rumble in the Jungle" in Zaire gegen George Foreman den er durch ko gewann -1996 entzündete er das olympische Feuer in Atlanta - 1999 zum Sportler des Jahrhunderts gewählt - 2005 Anerkennung mit der Freiheitsmedaille, der höchsten zivilen Auszeichnung in den USA und erster US-Amerikaner, der mit der Otto-Hahn-Friedensmedaille für herausragende Dienste um Frieden und Völkerverständigung ausgezeichnet wurde - nur einige Stationen in dem aufregenden Leben von Muhammad Ali.

Ali Muhammad war nicht nur als Sportler ein Weltmeister. Immer kämpfte er für die Rechte der Schwarzen, lehnte den Wehrdienst während des Vietnamkrieges ab, wodurch er seine Boxlizenz verlor. Ende der 80er Jahre erkrankte Muhammad Ali an Parkinson, was ihn nicht daran hinderte, sich weiter für wohltätige Zwecke und den Frieden stark zu machen.

Muhammad Ali gilt nicht nur als bester Boxsportler aller Zeiten sondern als Legende, Vorbild und Popikone. Cassius Clay, der seinen Namen 1964 in Muhammad Ali ändern ließ, hat nicht nur den Boxsport seit Beginn seiner Profikarriere im Jahr 1960 maßgeblich geprägt, sondern auch jenseits des Boxrings vor allem die amerikanische Gesellschaft und Popkultur nachhaltig beeinflusst. Seine Erfolge im Ring bleiben unvergessen und haben Sport-und Fernsehgeschichte geschrieben: beginnend mit dem Sieg bei den Olympischen Sommerspielen in Rom 1960, dem Gewinn des WM-Titels vier Jahre später in einem epischen Kampf gegen Sonny Liston, dem »Kampf des Jahrhunderts« gegen Joe Frazier 1971, den »Rumble in the Jungle« 1974 gegen George Foreman und den »Thrilla in Manila« wiederum gegen Joe Frazier im darauffolgenden Jahr. Im Jahr 1999 wurde Muhammad Ali vom Internationalen Olympischen Komitee zum »Sportler des Jahrhunderts« gewählt, sechs Jahre später überreichte ihm der damalige US-Präsident George W. Bush die »Presidential Medal of Freedom«, die höchste zivile Auszeichnung in den USA.

 

 

© Harry Benson, "Clay hits George"
The Beatles with Cassius Clay, Miami 1964

 

 

© Thomas Hoepker, Ali Walking in Gym, Chicag, 1966

 

 

 

© Thomas Hoepker, Ali Praying in the Ring, London, 1966

 

 

Die von Camera Work kuratierte Ausstellung »Muhammad Ali« zeigt die bekanntesten und berühmt gewordenen Fotografien von Muhammad Ali aus seiner aktiven Zeit als Profiboxer 1960 bis 1980 und lässt die Besonderheit und Einzigartigkeit des »Sportsman of the Century« in über 70 Fotografien aufleben. Es waren Fotografen wie Thomas Hoepker, Neil Leifer oder Steve Schapiro, die die Spannung, das epische Ausmaß der Kämpfe und die besondere Aura von Muhammad Ali für die Ewigkeit in Fotografien »gezeichnet« haben und es heute ermöglichen, den Ausnahmeathleten und seine Karriere eindrücklich zu verstehen. So hat Peter Angelo Simon Muhammad Ali einen Monat vor dem »Rumble in the Jungle« in den USA mit der Kamera begleitet – das Ergebnis sind stimmungsvolle Fotografien der harten und zehrenden Vorbereitung auf den historischen Kampf.

Der in Chicago lebende Fotograf Steve Schapiro hingegen hat den 21-jährigen Cassius Clay im Jahr 1963 in Louisville besucht, um ihn für eine große Strecke über sein Leben in seiner Geburtststadt zu fotografieren. Aus noch früherer Zeit stammen die perfekt durchkomponierten Trainingsbilder von Flip Schulke, dessen Werk »Underwater« weltweit berühmt werden sollte. Ebenfalls Weltruhm erlangten die Photographien von Harry Benson, der Muhammad Ali über mehrere Jahre porträtierte und neben den Kampfbildern beim WM-Fight 1964 gegen Sonny Liston auch das Gruppenporträt »Clay Hits George« mit den Beatles in Miami erschuf.

 

 

© Neil Leifer, Muhammad Ali gegen Sonny Liston, 1965 Welt-Schwergewichtskampf

 

 

Neben weiteren weltbekannten Fotografien von Elliott Erwitt, Neil Leifer, Albert Watson und Carl Fischer, dessen berühmtes Porträt des mit Bogenpfeilen durchbohrten Muhammad Ali ebenfalls ausgestellt sein wird, würdigt die Ausstellung insbesondere das Schaffenswerk von Thomas Hoepker, der seit den Olympischen Spielen 1960 mehrfach mit Muhammad Ali zusammengearbeitet hat. Dabei zeichnet Thomas Hoepker in seinen Fotografien ein ambivalentes Bild von Muhammad Ali. Dem stets gut gelaunten, stolzen und immer mit einem markanten Spruch auf den Lippen selbstinszenierenden Muhammad Ali steht in Thomas Hoepkers Arbeiten der harte, verbissene Kämpfer gegenüber, der mit Durchsetzungskraft und innerer Stärke seine sportlichen und persönlichen Ziele verfolgt.

Die Ausstellung »Muhammad Ali« offenbart auch, wie brillant Muhammad Ali – der abseits des Sports einen Hoffnungsträger und ein Idol für eine ganze Generation verkörperte – die Medienklaviatur beherrschte. Als einer der ersten Sportler verstand es Muhammad Ali, sich als Figur der Popkultur mit Künstlern zu umgeben, um selbst zum Kunstobjekt zu werden.

 

© Thomas Hoepker, Muhammad Ali
Showing off his right Fist, Chicago, 1966



© Carl Fischer, Muhammad Ali, New York, 1967


 

Ein Highlight der Ausstellung: Unikat »Ali Right Fist«, signiert von Thomas Hoepker und Muhammad Ali

 

Zur Ausstellung erscheint der Photoband »The Big Champ« von Thomas Hoepker im Peperoni Verlag.

 

Camera Work Kantstraße 149 Berlin

 

 

14.08.2015 - 17.10.2015
Fotoausstellung Salzburg Camera in Motion- von Chur nach Tirano zeigt Momentaufnahmen der spektakulären Landschaft entlang der zum Unesco Welterbe erklärten Zugstrecke von Chur über St. Moritz nach Tirano in Italien. Die Bilder von Rolf Sachs werden in der Leica Galerie ausgestellt. 14. August - 17. Oktober 2015
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Rolf Sachs: Camera in Motion - von Chur nach Tirano
Fotoausstellung Salzburg Camera in Motion- von Chur nach Tirano zeigt Momentaufnahmen der spektakulären Landschaft entlang der zum Unesco Welterbe erklärten Zugstrecke von Chur über St. Moritz nach Tirano in Italien. Die Bilder von Rolf Sachs werden in der Leica Galerie ausgestellt. 14. August - 17. Oktober 2015

 

 

Rolf Sachs’s Ziel war es, auf dieser Strecke die Landschaft aus einem dynamischen Blickwinkel heraus, dem fahrenden Zug, neu zu interpretieren. Durch den Kontrast von anvisiertem Objekt und vorbeirauschender Landschaft schweben Sachs’ Arbeiten zwischen Abstraktion und Realität. Die Arbeit entstand mit Unterstützung der Leica Camera AG.

 

 

 


Leica Galerie Salzburg, Gaisbergstraße 12, Salzburg
 

 

07.08.2015 - 18.10.2015
Fotoausstellung Düsseldorf Als Chronistin der Düsseldorfer Kunstszene seit den 1970er Jahren hat sich die Fotografin Erika Kiffl einen Namen gemacht. Die Ausstellung in der Stiftung Museum Kunstpalast mit rund 100 Fotografien der Künstlerin gibt einen interessanten Einblick in ihr fotografisches Werk. Bis 18.10.2015
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Erika Kiffl – Fotografie. Von Ai Weiwei bis Gerhard Richter
Fotoausstellung Düsseldorf Als Chronistin der Düsseldorfer Kunstszene seit den 1970er Jahren hat sich die Fotografin Erika Kiffl einen Namen gemacht. Die Ausstellung in der Stiftung Museum Kunstpalast mit rund 100 Fotografien der Künstlerin gibt einen interessanten Einblick in ihr fotografisches Werk. Bis 18.10.2015

 

 

Erika Kiffl, Gerhard Richter in seinem Atelier, Fürstenwall, Düsseldorf, 1967, Farbfotografie auf, Aludibond, 50 x 50 cm, Stiftung Museum Kunstpalast, AFORK, Düsseldorf © Erika Kiffl, 2015 © Gerhard Richter, 2015

 

Die Fotografin Erika Kiffl (geb. 1939 in Karlsbad) ist die Chronistin der Düsseldorfer Kunstszene seit den 1970er Jahren. Sie hat die Aktivitäten der Kunstakademie ebenso begleitet wie Ausstellungsserien des Kunstpalasts, und sie hat Künstler wie Gerhard Hoehme, Gerhard Richter, Ulrike Rosenbach, Jan Schoonhoven und Günther Uecker in ihren Ateliers aufgenommen. Zahlreiche Reisen führten sie nach Osteuropa, z. B. in die damalige Tschecheslowakei, die sie im Alter von sieben Jahren verlassen musste, und nach Polen zur Zeit der Solidarno??-Bewegung. Seit den 1980er Jahren schuf sie zudem verschiedene Serien von Künstlern in Japan und China.

Erika Kiffl ist eine der Initiatoren des 2003 am Museum Kunstpalast begründeten Archivs künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK), das inzwischen rund 1.000 Fotografien von ihr angekauft hat. Die Ausstellung mit ca. 100 Fotografien aus diesem Archiv vermittelt einen Eindruck ihres eigenständigen fotografischen Werks wie auch der Vielfalt der zeitgenössischen Kunst, deren – meist verborgene –  Entstehungsprozesse sie als Beobachterin festhielt: Ihre Fotografien wollen gleichsam Kunst und Dokumentation sein.

 

 

 

Erika Kiffl, Ai Weiwei in seinem Atelier, Peking, 1995, Silbergelatine auf Barytpapier, 28,5 x 28,6 cm, Museum Kunstpalast, AFORK, Düsseldorf © Erika Kiffl, 2015, © Ai Weiwei, 2015

 

 

Stiftung Museum Kunstpalast, Ehrenhof 4-5, Düsseldorf

 

 

 

06.08.2015 - 13.09.2015
Ausstellung Hamburg . Vorwiegend geht es in der Ausstellung im Hamburger Kunstverein um die Soundwelten der Musikerin Holly Herndon die in Zusammenarbeit mit dem Medienkünstler Mathew Dryhurst entstanden sind und jetzt in Hamburg Premiere feiern. Der Sound bildet in Kombination mit Videoarbeiten den aktuellen Schwerpunkt der Ausstellung. 6.8. bis 13.9.2015
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Everywhere and nowhere
Ausstellung Hamburg . Vorwiegend geht es in der Ausstellung im Hamburger Kunstverein um die Soundwelten der Musikerin Holly Herndon die in Zusammenarbeit mit dem Medienkünstler Mathew Dryhurst entstanden sind und jetzt in Hamburg Premiere feiern. Der Sound bildet in Kombination mit Videoarbeiten den aktuellen Schwerpunkt der Ausstellung. 6.8. bis 13.9.2015

Holly Herndon, Foto: CR Bennet Perez

 

Die Soundwelten der US-amerikanischen Musikerin Holly Herndon bestehen aus Klangfragmenten des Alltags wie Skype-Konversationen, Tastatur-Geräuschen oder subtilen und übersteigerten Körper-Bewegungen. Herndon beschäftigt sich dabei mit Themen wie Überwachung, digitalem Aktivismus und Gesellschaftstheorien. Ihre Arbeiten entstehen oft in Zusammenarbeit mit künstlerischen VordenkerInnen wie den holländischen Designern Metahaven, der ASMR-Künstlerin Claire Tolan, dem Theoretiker Suhail Malik und dem Medienkünstler Mathew Dryhurst. everywhere and nowhere ist die neuste Arbeit von Herndon, die in Zusammenarbeit mit Dryhurst für den Klangdom des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe entstanden ist und im Kunstverein in Hamburg Premiere feiert.

Die 23.2-Kanal Soundinstallation zeigt in Kombination mit Videoarbeiten den aktuellen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Praxis. Beide Künstler nutzen in ihren Soundarbeiten das Internet als Ressource und sampeln mit selbstprogrammierter Software ihre digitalen Umgebungen. Die Assemblagen, komponiert aus vertrauten Klängen, stellen Zusammenhänge zwischen unseren realen und virtuellen Erfahrungen her und erforschen das unerschlossene emotionale Potenzial eines neuen, gemeinschaftlichen Spektrums.

Für everywhere and nowhere wurden Performer und Requisiten in einem physischen Raum zusammengeführt, um die endlosen Möglichkeiten der digitalen Assemblage in ein lebendiges, gemeinsam erfahrbares Szenario zu übersetzen: Jone San Martin (The Forsythe Company), Tänzerin und Choreographin, der Jiu Jitsu-Kämpfer Sam Forsythe und der Künstler Brian Rogers wurden angeleitet, eine Reihe improvisierter Interaktionen auszuführen und sich durch eine inszenierte Umgebung aus brüchigem Porzellan, Seilen und Plastikplanen zu bewegen. Ihre Handlungen werden von drei jungen Künstlern flüsternd kommentiert, die Herndon und Dryhurst während eines Auftritts bei einem anti­faschistischen Musikfestival im tschechischen Böhmerwald kennengelernt haben. Im Tonfall von Online-Intimität versuchen sie neue Mitstreiter für eine im Entstehen begriffene Widerstandsbewegung zu gewinnen. Inspiriert von Peter Watkins’ politischem Action-Kino sind diese Experimente als utopische Vorstöße zu begreifen, Brücken zwischen privater digitaler Gestaltung und Experimenten in einem gemeinschaftlich geteilten Raum zu bauen. Jeder Klang wird ohne Begrenzung konzipiert und entspringt einer Interaktion.

Holly Herndon wurde in Tennessee, USA, geboren und war Teil der Berliner Minimal Technoszene, bevor sie als Stanford-Doktorandin nach San Francisco an das Center for Computer Research in Music and Acoustics ging. Hier entwickelte in den 1960er Jahren John Chowning den Algorithmus für die FM-Synthese, bereitete damit den Weg für Synthesizer wie Yamahas DX7 und revolutioniert die Musikindustrie, indem er Techniken zugänglich machte und die Grenzen teurer, analoger Hardware durchbrach. Herndons musikalischer Ansatz bewegt sich in dieser Tradition und folgt demokratisierenden Absichten. Sie lässt die Frage nach den politics of paradise, ein Begriff des britischen Ökonoms Guy Standian, oszillieren zwischen virtuellem und realem Raum. Vor kurzem veröffentlichte Herndon ihr zweites Album Platform auf dem Label RVNG Intl. / 4AD. Sie tritt weltweit auf und präsentierte kürzlich Arbeiten im Palais de Tokyo in Paris und im Guggenheim Museum New York.

Mathew Dryhurst arbeitet als Künstler in Los Angeles und Berlin. Er entwickelte das Online-Tool Saga, das KünstlerInnen den Besitz der Plätze ermöglicht, auf denen ihre Arbeiten online gehostet werden. Sein Audiostück MUSTER basiert auf den Userdaten der Radiohörer und hatte kürzlich Premiere auf Deutschlandradio Kultur. Er kooperiert regelmäßig mit Holly Herndon und ist Mitbetreiber des Berliner Labels PAN.

 

 

Kunstverein, Klosterwall 23, Hamburg

31.07.2015 - 27.09.2015
Fotoausstellung München Schon seit Jahrzehnten hat sich Sepp Werkmeister einen Namen als Jazzfotograf gemacht vor dessen Kamera berühmte Musiker wie Louis Armstrong, Ella Fitzgerald oder Miles Davis standen. Nahezu unbekannt sind seine meisterhaften New Yorker Straßenbilder, die jetzt im Münchner Stadtmuseum ihre Würdigung finden. 31. Juli – 27. September 2015
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Sepp Werkmeister Fotografien - New York 60s
Fotoausstellung München Schon seit Jahrzehnten hat sich Sepp Werkmeister einen Namen als Jazzfotograf gemacht vor dessen Kamera berühmte Musiker wie Louis Armstrong, Ella Fitzgerald oder Miles Davis standen. Nahezu unbekannt sind seine meisterhaften New Yorker Straßenbilder, die jetzt im Münchner Stadtmuseum ihre Würdigung finden. 31. Juli – 27. September 2015

 

 

Theater District, 1966 © Kulturkontor / S. Werkmeister

 

 

Seit Jahrzehnten ist der gebürtige Münchner Sepp Werkmeister als Fotograf von Jazzgrößen bekannt, die er München, Paris, New York und auf internationalen Festivals in einfühlsamen Schwarzweiß-Aufnahmen porträtiert. Seine Bilder zieren unzählige Plattencover, Plakate und Bücher sowie die Jazzpublikationen von Joachim Ernst Behrendt.

Die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum widmet sich einem anderen Genre - Werkmeisters New York-Straßenbilder aus den 1960er und 1970er Jahren, die faszinierende Einblicke in das turbulente Leben der amerikanischen Metropole gewähren. Die Straßen von New York waren in dieser Zeit Schauplatz harscher sozialer Gegensätze. Glamour und Elend lagen oft dicht beieinander, die Klassenunterschiede traten offen im Straßenleben zutage, in der Regel eindeutig identifizierbar mit der schwarzen bzw. weißen Bevölkerung. Inmitten dieses rauen, nicht immer gewaltfreien Klimas hat Sepp Werkmeister das ganze Panorama der New Yorker Stadtgesellschaft mit seiner Rolleiflex-Kamera abgebildet: den Müll, die Gestrandeten und Obdachlosen auf der einen, die Reichen und nach der jüngsten Mode gestylten Stadtbewohner auf der anderen Seite. Es sind viele skurrile Typen darunter, die sich aus der anonymen Masse abheben und in unbeobachteten Augenblicken erfasst worden sind. Diese Gegensätze haben Werkmeister vor allem interessiert, als er seine Kamera auf die verwahrlosten Mietshäuser in der Bronx oder Bowery richtete, um gleichzeitig in der Fifth Avenue die Schaufensterauslagen der Nobelboutiquen aufzunehmen. Das schrille New York-Panorama umfasst Darstellungen von ausgeweideten Straßenkreuzern und Alkohol-bzw. Drogensüchtigen ebenso wie ultraschick gekleidete Passanten, die ihren Auftritt mit dandyhafter Attitüde zelebrieren.

 

Fifth Avenue, 1967 © Kulturkontor / S. Werkmeister

 

 

 Theater District 1966  © Kulturkontor / S. Werkmeister

 

 

Es war keine einfache Situation für einen weißen Fotografen sich innerhalb eines vorwiegend von Farbigen bewohnten Stadtviertel zu bewegen und zu fotografieren, wie sich Werkmeister rückblickend erinnert: „Als Weißer wurde ich in manchen Kneipen einfach nicht bedient. Die haben mich gar nicht beachtet, gar nicht gesehen. Da gab's mich nicht, ich war förmlich unsichtbar.“ Dieses gab ihm die Freiheit, unauffällig das bunte Treiben um sich herum zu beobachten und mit der Kamera zu fixieren. Auf diese Weise gelangen Werkmeister atmosphärisch dichte Bilder, die das Verhalten und die spezifische Befindlichkeit der Personen unverfälscht wiedergeben.

Mit seinen Darstellungen steht Sepp Werkmeister in einer jahrzehntelangen Tradition der europäischen und amerikanischen street photography. Henri Cartier-Bresson, William Klein, Lisette Model, Weegee, Garry Winogrand, Thomas Hoepker oder die kürzlich entdeckte Vivien Maier gehören zu den profiliertesten Dokumentaristen dieses Genres. Den Vergleich mit diesen berühmten Fotografinnen und Fotografen braucht Sepp Werkmeister nicht zu scheuen. Ungewöhnlich ist, dass Sepp Werkmeister schon früh in Farbe fotografierte. Entscheidend beeinflusst war Sepp Werkmeister von den Farbbildern des österreichischen Magnum-Fotografen Ernst Haas und von Diane Arbus Werk.

 

Times Square 1967, © Kulturkontor / S. Werkmeister

 

Neben Fotografien hat Werkmeister das Stadtleben auch mit einer Super 8 Schmalfilmkamera festgehalten. Zu verdanken ist die Ausstellung dem Verein „Kulturkontor“.

Zur Ausstellung erscheint im Hirmer Verlag ein zweisprachiger (deutsch/englisch) Katalog mit Texten von Fritz J. Raddatz und Dr. Ulrich Pohlmann, der auch Kurator der Ausstellung ist.

 

Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München

 

 

25.07.2015 - 10.09.2015
Fotoausstellung Zingst In diesem Jahr begeht die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ihr 150-jähriges Bestehen und ist seit 25 Jahren wieder in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz. Der Fotograf Thomas Steuer hat die Frauen und Männer der DGzRS mit der Kamera begleitet und zeigt in einer Ausstellung im Kurhaus Zingst faszinierende Bilder der Arbeit sowie eine Porträtserie der Seenotretter. 25.7. – 10. 09.2015
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Thomas Steuer - Seenotretter
Fotoausstellung Zingst In diesem Jahr begeht die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ihr 150-jähriges Bestehen und ist seit 25 Jahren wieder in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz. Der Fotograf Thomas Steuer hat die Frauen und Männer der DGzRS mit der Kamera begleitet und zeigt in einer Ausstellung im Kurhaus Zingst faszinierende Bilder der Arbeit sowie eine Porträtserie der Seenotretter. 25.7. – 10. 09.2015

 

Seenotrettungskreuzer Arkona Foto DGzRS Die Seenotretter, Thomas Steuer

 

 

Die DGzRS ist einer der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt und finanziert ihre Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen.180 fest angestellte Seenotretter und mehr als 800 freiwillige Besatzungsmitglieder sind mit einer Flotte von 60 Seenotkreuzern und Seenotrettungsbooten im Einsatz. Egal wie hoch die Wellen sind, bei jedem Wetter, rund um die Uhr befreien sie Menschen aus Gefahr und retten Schiffbrüchige – Jahr für Jahr mehr als 2.000 Mal.

Die Seenotrettung erfordert Mut, Können und Erfahrung. Aus diesem Grund werden die Seenotretter Mecklenburg-Vorpommerns in einer Jubiläumsveranstaltung im Ostseeheilbad Zingst besonders geehrt und gefeiert mit einer Fotoausstellung »Seenotretter« von Thomas Steuer.

 

 

 

Seenotrettungskreuzer Hermann Helms Foto DGzRS Die Seenotretter , Thomas Steuer.

 

 

Thomas Steuer lebt an Rhein und Ruhr und arbeitet seit 2005 als freier Fotograf. Sein Schwerpunkt liegt in der inszenierten und dokumentarischen Werbefotografie. Seit 2009 fotografiert Thomas Steuer für die DGzRS und stellt seine Bilder der Rettungsgesellschaft honorarfrei zur Verfügung. So entstand 2010 eine erste Ausstellung mit beeindruckenden Aufnahmen aus der Arbeit der Seenotretter. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen in verschiedenen Kategorien zeugen vom Niveau seiner Arbeit. Ihn fasziniert die Arbeit der Seenotretter. Menschen, die sich auf ihr Können, ihre Kollegen und die Technik verlassen können. Gut, dass es sie gibt.

 

 

Tochterboot Caspar, Rettung aus dem Wasser Foto DGzRS Die Seenotretter, Thomas Steuer

 

 

25.7. – 10. 09.2015/ tägl. 9-21 Uhr

 

Kurhaus, Zingst an der Ostsee

 

24.07.2015 - 25.10.2015
Fotoausstellung München Aus Anlass des 150. Jubiläums seines Geburtstages ehrt die Stiftung Ann und Jürgen Wilde/Pinakothek der Moderne in München den Künstler Karl Blossfeld mit einer umfassenden Ausstellung zu Leben und Werk. Blossfeldts Pflanzenfotografien gehören zu den Meilensteinen der Fotografie des 20. Jahrhunderts. 24. Juli bis 25. Oktober 2015
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Karl Blossfeldt . Aus der Werkstatt der Natur
Fotoausstellung München Aus Anlass des 150. Jubiläums seines Geburtstages ehrt die Stiftung Ann und Jürgen Wilde/Pinakothek der Moderne in München den Künstler Karl Blossfeld mit einer umfassenden Ausstellung zu Leben und Werk. Blossfeldts Pflanzenfotografien gehören zu den Meilensteinen der Fotografie des 20. Jahrhunderts. 24. Juli bis 25. Oktober 2015

 

 

Karl Blossfeldt
Blumenbachia hieronymi. 

Blumenbachie, 1898 - 1932
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München

 

 

Die Stiftung Ann und Jürgen Wilde beherbergt das Karl Blossfeldt Archiv mit einem weltweit einzigartigen Bestand an originalen Fotografien, Negativen und Dokumenten von Karl Blossfeldt. Gemeinsam mit dem Bestand an Fotografien in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ist es möglich, das fotografische Werk von Karl Blossfeldt in herausragender Qualität zu präsentieren und dieses in seiner Entwicklung mit bislang kaum veröffentlichten historischen Dokumenten und Archivalien sichtbar zu machen.

 

 

Karl Blossfeldt
Eryngium bourgatii.
Mannstreu, vor 1928
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München

 

 

 

Neben den berühmten Fotografien zeigt die Ausstellung auch Arbeiten aus Blossfeldts früher Ausbildungszeit, der Zusammenarbeit mit seinem Lehrer und Mentor Moritz Meurer, eigene kunsthandwerkliche Entwürfe und Materialien zu seiner Lehrtätigkeit an der Unterrichtsanstalt des Königlichen Kunstgewerbemuseums Berlin. Ein weiterer Aspekt sind die Vorarbeiten für die bahnbrechende Buchveröffentlichung „Urformen der Kunst“ 1928 und Blossfeldts Verbindung zum Dessauer Bauhaus für eine Ausstellung 1929. 

 

 

 

Karl Blossfeldt
Adiantum pedatum (Haarfarn), 1900-1926
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München



Die Ausstellung umfasst rund 110 originale Fotografien, darunter zahlreiche großformatige Abzüge. Arbeitscollagen, Handzeichnungen aus Blossfeldts Studienzeit, kunstgewerbliche Entwürfe, Korrespondenzen und Archivalien beleuchten Blossfeldts Arbeitsprozesse. Ergänzend sind drei der so genannten Meurer-Bronzen und fünf Herbarien von Blossfeldt zu sehen, die aus dem Archiv der Universität der Künste Berlin als Leihgaben in die Ausstellung aufgenommen werden konnten. Durch dieses einmalige Zusammenspiel von Fotografien, plastischen Arbeiten, Zeichnungen und Pflanzenpräparaten wird in der Ausstellung Blossfeldts besondere Betrachtungsweise der Natur- und Pflanzenformen sichtbar.

Kuratorin der Ausstellung: Simone Förster

Pinakothek der Moderne, Kunstareal, Barer Straße 20, München

 

 
24.07.2015 - 04.10.2015
Fotoausstellung Friedrichshafen . Sicher einer der bedeutendsten Schätze der Geschichte der Fotografie des 20. Jahrhundert zeigt das Zeppelin Museum mit den Bildern von Ré Soupault. In der bislang größten, insgesamt 183 Fotos umfassenden Retrospektive des Werks der Bauhaus-Schülerin präsentiert das Museum 50 Fotoarbeiten, die noch nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind. 24. Juli bis 4. Oktober 2015
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Ré Soupault – Das Auge der Avantgarde
Fotoausstellung Friedrichshafen . Sicher einer der bedeutendsten Schätze der Geschichte der Fotografie des 20. Jahrhundert zeigt das Zeppelin Museum mit den Bildern von Ré Soupault. In der bislang größten, insgesamt 183 Fotos umfassenden Retrospektive des Werks der Bauhaus-Schülerin präsentiert das Museum 50 Fotoarbeiten, die noch nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind. 24. Juli bis 4. Oktober 2015

 

 

 Re? Soupault, Selbstportrait, Tunis, 1939

 

 

Während ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten verlor Ré Soupault in Tunis 1942 ihr komplettes Fotoarchiv. Auf abenteuerlichen Wegen bekam sie viele Jahre später 1.400 Negative und ca. 500 Vintages zurück, bewahrte diesen Schatz jedoch in ihrer Pariser Wohnung auf, ohne ihn je zu zeigen. Manfred Metzner, dem Heidelberger Verleger des französischen Surrealisten Philippe Soupault, ist es zu verdanken, dass ihr fotografisches Werk heute gezeigt werden kann. Seither gehören die Arbeiten von Ré Soupault zu den bedeutendsten Beiträgen der Geschichte der Fotografie des 20. Jahrhunderts.

 

 

Re? Soupault, Paul Beuscher Combo, Paris, 1935 

 

 

Die Ausstellung, die in verschiedene thematische und biografische Sektionen gegliedert ist, umfasst Reisefotografien, eher private Aufnahmen sowie die berühmte Fotoreportage über das sogenannte Quartier Réservé in Tunis, in dem Frauen ohne familiären Schutz lebten und als Prostituierte und Bettlerinnen ihren Lebensunterhalt bestreiten mussten.

 

Zeitgleich mit Ré Soupault zeigen das Museum Anton Henning’s Werkschau „Midnight in Paris“. Beide Ausstellungen kreisen thematisch um denselben Kern: den Begriff der Avantgarde und dessen Verortung im Paris der 1920er bis 1940er Jahre. Während Ré Soupault die rasch wechselnden Stile und Moden als Akteurin und Augenzeugin selbst erlebte und gestaltete, ist Hennings Zugang zur Kunst dieser Zeit aus der Perspektive der Gegenwart. Mit Witz und Ironie kommentiert er die kunsthistorischen Strömungen, aber auch den Kampf der Künstler um das Gelingen des großen Meisterwerks. Die Konzeption dieser außergewöhnlichen Werkschau fußt auf Woody Allens Film „Midnight in Paris“, in dem sich ein von seiner Verlobten gelangweilter Drehbuchautor im Pariser Nachtleben verirrt und unversehens auf Picasso, Hemingway, Dali, Josephine Baker, Man Ray, Jean Cocteau und alle anderen trifft.

 

Re? Soupault, Hochzeit, Paris, 1934

 

 

Ré Soupault wurde in Bublitz/Pommern 1901 als Meta Erna Niemeyer geboren. Sie war 1921 eine der ersten Bauhaus-Schülerinnen in Weimar, erfolgreiche Modemacherin in Paris, vielgereiste Fotografin und Journalistin, erfolgreiche Übersetzerin, engagierte Essayistin, Herausgeberin von Märchen-Sammlungen,  Literaturvermittlerin zwischen Frankreich und Deutschland – und in allen wichtigen Kunstmetropolen der Welt zuhause. Ihr Leben als selbständige und schöpferische Frau spielte sich aufgrund der politischen Situation an vielen verschiedenen Orten ab und war von Begegnungen und Freundschaften mit den unterschiedlichsten schillernden Figuren des 20. Jahrhunderts geprägt.

1925 lernte sie in Paris Man Ray und Fernand Léger kennen, heiratete 1926 den Maler und Dadaisten Hans Richter, durch den sie u.a. die russischen Avantgarde-Künstler kennenlernte, um sich nach kurzer Ehe wieder scheiden zu lassen. 1937 heiratete sie den Surrealisten Philippe Soupault.  Als Paar gehörten sie fortan zu den wichtigsten Impulsgebern der 1930er und 1940er Jahre in Paris, Tunis und New York. Ré Soupault starb 1996 in Versailles und hinterließ ihren Nachlass Manfred Metzner, der dem Zeppelin Museum die Fotografien, darunter zahlreiche bislang unbekannte Werke, für diese Ausstellung zur Verfügung stellte.

 

 

 

Re? Soupault, Selbstportrait vor dem Haus des Fotografen Georg von Hoyningen-Huene, Hammamet, 1939

 

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg

 

Kuratoren der Ausstellung: Frank-Thorsten Moll und Manfred Metzner  

 

 

Zeppelin Museum, Seestraße 22, Friedrichshafen

 

 

 

23.07.2015 - 30.08.2015
Fotoausstellung Hannover Tom Krausz ging auf Spurensuche in Deutschland und fotografierte Stadt- und Naturlandschaften, in denen sich gesellschaftliche Veränderungen als Irritationen und Bruchstellen zeigen. Seine Serie „Aussichten“ stellt die Galerie GAF vor. 23. Juli - 30. August 2015
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Tom Krausz: Aussichten - Bruchstellen in Stadt- und Naturlandschaften
Fotoausstellung Hannover Tom Krausz ging auf Spurensuche in Deutschland und fotografierte Stadt- und Naturlandschaften, in denen sich gesellschaftliche Veränderungen als Irritationen und Bruchstellen zeigen. Seine Serie „Aussichten“ stellt die Galerie GAF vor. 23. Juli - 30. August 2015

 

In den Motiven von Tom Krausz wird der vermeintlich freie Blick ins Land zu einer Aussicht mit Stolpersteinen. Während die „optischen Brüche“ in einigen Motiven offen zu Tage treten, sind es in anderen Bildern subtile Störelemente, die den Blick irritieren und von BetrachterInnen aufgespürt werden müssen. 

 

 

 

 

 


„Aussichten“ eröffnet Perspektiven auf eine sich in Veränderung befindliche Welt und nimmt dabei das Unharmonische unserer Umgebung in den Fokus. Dabei wird vermeintliche „Natur“ stets als vom Menschen beeinflusste Kulturlandschaft entlarvt. Tom Krausz versteht die Serie „Aussichten“ als Hommage an das Buch „American Prospects“ des amerikanischen Fotografen Joel Sternfeld, dass gesellschaftliche Umbrüche im Amerika der 80er Jahre dokumentiert.

 

 

 

 

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag 12 Uhr bis 18:00 

 


Galerie für Fotografie Hannover (GAF), Eisfabrik, Seilerstraße 15d, Hannover

 

 

19.07.2015 - 10.01.2016
Fotoausstellung Föhr Beeindruckende Bilder hat der französische Fotografen Denis Rouvre aus der Katastrophenregion Japans nach der schrecklichen Naturkatasthrope mitgebracht, die im Museum Kunst der Westküste auf Föhr ausgestellt werden. 19. Juli 2015 bis 10. Januar 2016
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Denis Rouvre: Low Tide – Ebbe
Fotoausstellung Föhr Beeindruckende Bilder hat der französische Fotografen Denis Rouvre aus der Katastrophenregion Japans nach der schrecklichen Naturkatasthrope mitgebracht, die im Museum Kunst der Westküste auf Föhr ausgestellt werden. 19. Juli 2015 bis 10. Januar 2016

 

 

Am 11. März 2011 wurde Japan von einem schrecklichen Erdbeben und einem Tsunami betroffen in deren Folge es zu Unfällen in mehreren Kernkraftwerken kam. Sechs Monate später reiste der französische Fotograf Denis Rouvre in die Region, um das Geschehene selbst zu verstehen und mit den Betroffenen zu sprechen. Den Menschen, die alles verloren haben – ihre Familienangehörigen, ihr Zuhause, die Nachbarn, die Familienfotos und persönlichen Dinge, ihre Träume und Lebensziele –, gibt Rouvre mit ausdrucksvollen Porträts die Würde zurück. Dabei nimmt er auch die „neue“ Umwelt in den Blick – zerstörte Häuser, unwirtliche Orte und aufgepflügte Landschaften. „Schwarz ist die Farbe des Tsunami“ – so eine der Aussagen der Betroffenen, junge und alte Menschen, die sich ins Leben zurückkämpfen.

 

 

 

 

Erstmalig wird die im The New York Times Magazine publizierte und mit dem 3. Preis des World Press Photo 2012 ausgezeichnete Serie in Deutschland gezeigt. Weitere Auszeichnungen des in Paris lebenden Fotografen sind der 2. Preis des World Press Photo 2010 und 2013 sowie der 2. Preis des Sony World Photography 2011.

 

Denis Rouvre, geboren 1967, erhielt seine Ausbildung an der renommierten École Louis Lumière

 

Das Buch „Denis Rouvre. Low Tide – Le Japon du chaos“ kann zum Preis von Euro 39,90 im Museumsshop und im Buchhandel erworben werden.

 

Museum Kunst der Westküste, Hauptstraße 1, Alkersum/Föhr

 

18.07.2015 - 30.08.2015
Fotoausstellung Salzburg . Sie stehen nicht im Lampenlicht, aber ohne die vielen unsichtbaren Helfer hinter den Kulissen von Opern und Theater ginge es nicht. Lisa Kutzelnig und Alberto Venzago haben einen faszinierenden Blick hinter die Bühnen geworfen und zeigen mit ihren Bildern die Bedeutung des Produktionsprozesses der für gelungene Aufführungen notwendig ist. Zu sehen im Foyer des Großen Festspielhauses jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
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Die im Dunklen sieht man nicht
Fotoausstellung Salzburg . Sie stehen nicht im Lampenlicht, aber ohne die vielen unsichtbaren Helfer hinter den Kulissen von Opern und Theater ginge es nicht. Lisa Kutzelnig und Alberto Venzago haben einen faszinierenden Blick hinter die Bühnen geworfen und zeigen mit ihren Bildern die Bedeutung des Produktionsprozesses der für gelungene Aufführungen notwendig ist. Zu sehen im Foyer des Großen Festspielhauses jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.
 
 
Foto Lisa Kutzelnig
 
 
 

Fotografien aus den Werkstätten und Ateliers der Salzburger Festspiele. Perlenstickerei, handgemachte Perücken, massgeschneiderte Schuhe  für den Genuss eines unvergesslichen Opernerlebnisses sind viele Helfer nötig, viele von ihnen bleiben unsichtbar. Einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Salzburger Festspiele haben die Fotografen Alberto Venzago und Lisa Kutzelnig geworfen. Ihre Bilder zeigen nicht nur die aufwendigen Produktionsprozesse der aktuellen Bühnenstücke, sondern schenken einigen der sonst Übersehenen unsere besondere Aufmerksamkeit.

 

Foto Alberto Venzago

 

 

Lisa Kutzelnig und Alberto Venzago haben drei Wochen lang hinter die Kulissen der Salzburger Festspiele mit ihrer Kamera geblickt. Ihre Motive waren die Maske und Garderobe, die Färberei und Wäscherei, die Weißnäherei und Schusterei, ein Kontor für die Berechnung des Stoffeinkaufs und eine Manufaktur, in der Damen- und Herrenschneider damit beschäftigt sind, jene Kostüme zu schneidern, in denen die Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne stehen werden. Beide Fotografen waren mit ihren Leica Kameras ganz nah dran und zeigen ungewohnte Einblicke in die aufwendigen Arbeiten im Hintergrund der Salzburger Festspiele – bevor sich der Vorhang zur großen Bühne öffnet.

 

 

Foto Lisa Kutzelnig

 

17.07.2015 - 14.02.2016
Ausstellung Franfurt am Main . Die Verbindung von Mode und Kunst war im MMK seit der Eröffnung im Jahr 1991 immer wieder ein Thema. Jetzt widmet das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main Kostas Murkudis, einem der international renommiertesten Designer der Gegenwart, seine erste Museumsausstellung. Die umfangreiche Ausstellung wird in der neuen Dependance des Museums, dem MMK 2, gezeigt. 17.7.2015 bis 14.2.2016
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Tuchfühlung - Kostas Murkudis und die Sammlung des MMK
Ausstellung Franfurt am Main . Die Verbindung von Mode und Kunst war im MMK seit der Eröffnung im Jahr 1991 immer wieder ein Thema. Jetzt widmet das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main Kostas Murkudis, einem der international renommiertesten Designer der Gegenwart, seine erste Museumsausstellung. Die umfangreiche Ausstellung wird in der neuen Dependance des Museums, dem MMK 2, gezeigt. 17.7.2015 bis 14.2.2016

 

Kostas Murkudis
Polaroid der S/S 2001 Kollektion Foto: Kostas Murkudis

 

 

Im Jahr 2013 stiftete Kostas Murkudis große Teile seines Archivs, Originalentwürfe und Prototypen drei internationalen Museumssammlungen: dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, dem Palais Galliera – Musée de la mode de la ville de Paris sowie dem Kyoto Costume Institute, Japan.

Die Ausstellung zeigt Kostas Murkudis Schaffen im Kontext der bildenden Künste. Die Ausstellungsarchitektur und Displays werden von dem deutschen Künstler Carsten Nicolai und dem Architekten Aaron Werbick entworfen.

Künstlerische Positionen und Arbeitsweisen haben Murkudis’ Schaffen maßgeblich geprägt. Die Verbindungen manifestieren sich insbesondere in seinem skulpturalen Ansatz, der Auseinandersetzung mit plastischen Materialien, seiner bildnerischer Praxis wie auch in den von ihn gewählten Präsentationsformen, die sich deutlich von den gängigen Modeschauen abheben. In den vergangenen Jahren hat Kostas Murkudis für seine eigenen Kollektionen ausschließlich Einzelteile entworfen – Originale, die keiner industriellen Verwertung und Vermarktung zugeführt wurden. Seine umfassenden Recherchen und die sichtbaren architektonischen Einflüsse sind weitere Aspekte, die sein gesamtes Werk durchziehen.

 

 

 

 

Mark Borthwick
Backstage Fotografie der Herbst-/Winterkollektion 1997 von Kostas Murkudis/ Backstage Photography of the Autumn/Winter Collection 1997 by Kostas Murkudis; Backstage at Le Trianon, Paris


 

Durch neue Präsentationsformen, die traditionelle Standards der Modewelt unterlaufen, und die Erweiterung der Mode in Bezug auf soziale, skulpturale und partizipatorische Fragestellungen verändert Kostas Murkudis Schaffen unsere Vorstellungen von und unseren Blick auf Mode. Viele seiner Ideen und Entwürfe nehmen dabei Bezug auf zeitgenössische künstlerische Praxis. Die Ausstellung präsentiert das Schaffen Murkudis anhand ausgewählter Kollektionen und Werkgruppen, die jeweils einen oder mehrere Aspekte seines Schaffens durch weiterführende Materialien vertiefen und durch installative und mediale Formen der Präsentation erfahrbar machen.

Für die Ausstellung am MMK wird sich Kostas Murkudis zudem mit den Verbindungen zwischen seinen Entwürfen und bedeutenden Arbeiten aus der Sammlung des MMK auseinandersetzen und daraus eine Sammlungspräsentation kuratieren. Dies beinhaltet Konzepte und Formen des Displays, der Performance, des Ready-Mades, der Materialästhetik sowie weiterer Phänomene und Ansätze, mit denen sich Künstler, wie beispielsweise John Chamberlain, Jack Goldstein oder Steven Parrino seit den 1960er-Jahren beschäftigt haben. Künstlerische Positionen, die sich in verschiedenster Weise mit Textilien auseinandersetzen, werden zudem im Dialog mit Murkudis Kollektionen und Einzelstücken präsentiert, unter anderem Werke von Blinky Palermo und Franz Erhard Walther.

Ausstellungsdesign von Carsten Nicolai und dem Architekten Aaron Werbick.

 

MMK 2, TaunusTurm, Taunustor 1, Frankfurt am Main

 

17.07.2015 - 06.09.2015
Fotoausstellung Berlin 40 Jahre ist es her, dass der Vietnamkrieg zu Ende war. Mit über 70 eindrucksvollen Fotografien von Thomas Billhardt gibt die Ausstellung im Museum „The Kennedys“ einen Einblick in die Zeit des Krieges in Vietnam und thematisiert darüber hinaus die Bedeutung des Fotojournalismus während Kriegszeiten. 17. Juli bis 6. September 2015
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Thomas Billhardt - Vietnam
Fotoausstellung Berlin 40 Jahre ist es her, dass der Vietnamkrieg zu Ende war. Mit über 70 eindrucksvollen Fotografien von Thomas Billhardt gibt die Ausstellung im Museum „The Kennedys“ einen Einblick in die Zeit des Krieges in Vietnam und thematisiert darüber hinaus die Bedeutung des Fotojournalismus während Kriegszeiten. 17. Juli bis 6. September 2015

 © Thomas Billhardt, Vietnam, 1968

 

 

Mehr als drei Millionen Menschen kamen im Vietnamkrieg um, der einer der tragischen Höhepunkte des Kalten Krieges war. Als Schauplatz internationaler politischer Entwicklungen, Ideologien und Paradigma nach dem Zweiten Weltkrieg zählt der Vietnamkrieg in der Geschichtsforschung als »größter Stellvertreterkrieg« zwischen der Sowjetunion und den USA. Der Manifestierung des Kommunismus in Indochina standen über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren die amerikanischen politischen Leitlinien von Trumans Eindämmungspolitik und Domino-Theorie bis hin zu Eisenhowers Rollback-Politik und der Nixon-Doktrin gegenüber. Jede theoretische Abhandlung über den Vietnamkrieg kann jedoch nicht den eindringlichen Eindruck vermitteln, wie es das Medium der Fotografie vermag. Dank verschiedener technischer und gesellschaftlicher Entwicklungen sollte der Vietnamkrieg als erster umfassend medialisierter Krieg in die Geschichte eingehen – und die Fotografie bildete dabei eine historische Zäsur.

Jenseits jedes Verhältnisses spielte in keinem Krieg zuvor die Fotografie eine derart bedeutende Rolle wie im Vietnamkrieg. Ob zur Informationsvermittlung oder Propaganda: Die Masse der während des Vietnamkriegs gemachten Fotografien übertraf nicht nur alles bis dato dagewesene, auch die Funktionalisierung von Bildern für journalistische und politische Zwecke machte den Vietnamkrieg zu einem bedeutenden Gegenstand der Medien-und Kulturforschung. Dank der Fotografie wurde das Grauen erlebbar, das zum Alltag werden eines Krieges beobachtbar und zugleich die Abscheulichkeit spürbar. Neben Eddie Adams, Larry Burrows, Horst Faas und Nick Út war Thomas Billhardt einer der wichtigsten Fotographen und visuellen Berichterstatter im Vietnamkrieg.

 

 

© Thomas Billhardt, "Piloten im Pyjama"
Abgeschossener US Pilot Major Wayne Waddelll, Vietnam, 1967

 

 

© Thomas Billhardt "Piloten im Pyjama" Die Ausrüstung, Hanoi, 1967

 

 

© Thomas Billhardt, Vietnam 1968

 

Der 1937 im heutigen Chemnitz geborene Thomas Billhardt bereiste im Auftrag der Staatspartei der DDR, der SED, zwischen 1967 und 1975 zwölfmal Vietnam und prägte auch mit seinen Bildern die Antikriegshaltung einer ganzen Generation. »Ich wollte, dass die Leute überall auf der Welt Anteil am Schicksal der Menschen in Vietnam nehmen«, beschreibt er seine Motivation. Sowohl in der DDR als auch in der BRD wurden seine Bilder in Zeitschriften abgedruckt und fanden sich sogar großformatig an Häuserwänden wieder. Von Thomas Billhardts Ansehen im Ausland profitierte auch die SED, in die er 1968 unter dem Eindruck des Vietnamkrieges eingetreten war. Das Interesse der Partei, Bilder der Not aus Vietnam zu veröffentlichen, speiste sich aus der Absicht, aus dem Konflikt politisch Kapital zu schlagen. Somit wurden seine Photographien Teil eines Bilderkrieges gegen den Systemfeind USA. Mit Hilfe der Macht der Bilder sollte die Deutungshoheit über den Konflikt erlangt und das eigene sozialistische Gesellschaftssystem in möglichst positivem Licht inszeniert werden. Für einen Kriegsphotographen wie Thomas Billhardt bedeutete dies, dass seine realitätsnahe Photoreportage der Kriegsgeschehnisse gleichsam zur politischen Botschaft wurde. Letztlich sind Thomas Billhardts Aufnahmen jedoch nicht nur im Rahmen des Ost-West-Konflikts zu sehen. Sie werfen auch einen Blick auf ein junges Land im Umbruch. Die Bilder sprechen nicht nur die Sprache des Krieges – sie sind auch Erzählungen von persönlichen Schicksalen, Beobachtungen intimer Momente und eine Besinnung auf das Menschliche mit all seinen Emotionen innerhalb der Wirren des Krieges.

Thomas Billhardt wurde in der DDR durch seine Photos aus Vietnam und Palästina bekann. 1959 bis 1963 absolvierte er ein Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst (HGB) in Leipzig mit Abschluss als Diplom-Fotografiker. 1962 wurde er Mitglied im Verband Deutscher Journalisten und arbeitete 1963 bis 1971 als freischaffender Fotograf. 1968 trat er der SED bei. 1972 bis 1981 war er Arbeitsgruppenleiter bei der Deutschen Werbeagentur (DEWAG) Berlin und 1982 bis 1989 Leiter des Studios Billhardt beim Verlag für Agitations-und Anschauungsmittel. Seit 1989 ist Billhardt Mitglied des Deutschen Journalistenverbandes und von 1990 bis 2001 war er Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Seit 1990 ist er auch Mitglied des Bundes Freischaffender Foto-Designer e.V. Thomas Billhardt erhielt 1969 den Kunstpreis der DDR, 1987 den Nationalpreis der DDR. Er hatte zahlreiche internationale Fotoausstellungen, u.a. die UNICEF-Ausstellung »Kinder der Welt« in New York 1989. Thomas Billhardt sieht sich selbst als künstlerischen denn als politischen Fotografen.

 

© Thomas Billhardt, Schießübungen, Vietnam 1969

 

 

Museum The Kennedys, Auguststraße 11, Berlin

 

 

15.07.2015 - 23.09.2015
Fotoausstellung Bochum Fotografien der Serie Lake Pictures der US-amerikanischen Fotografin Lucinda Devlin zeigt die Galerie m Bochum erstmals eine größere Auswahl von Fotografien der Serie Lake Pictures der US-amerikanischen Fotografin Lucinda Devlin zu sehen. Vom 15. Juli bis zum 23. September 2015
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Lucinda Devlin - Lake Pictures
Fotoausstellung Bochum Fotografien der Serie Lake Pictures der US-amerikanischen Fotografin Lucinda Devlin zeigt die Galerie m Bochum erstmals eine größere Auswahl von Fotografien der Serie Lake Pictures der US-amerikanischen Fotografin Lucinda Devlin zu sehen. Vom 15. Juli bis zum 23. September 2015

 



Lucinda Devlin arbeitet ausschließlich in Serien und hat bereits in den siebziger Jahren eine prägnante Bildsprache entwickelt. Zunächst widmete sie sich spezifischen Innenräumen, um sich ab 2006 intensiv mit Agrar- und Seelandschaften zu beschäftigen. Ihre quadratischen, meist achsensymmetrischen Fotografien erkunden typologisierend den vom Menschen geprägten Raum und entwickeln in Lake Pictures eine minimalisierte, fast abstrahierende Formensprache. Das Motiv der über 60 Fotografien ist einer der größten Seen der USA, der Lake Huron in Michigan an der Grenze zu Kanada. Devlin besitzt ein Haus an diesem See und hielt zwischen 2010 und 2013 ihre Beobachtungen fotografisch fest. Lucinda Devlin, 1947 in Ann Arbor, Mi geboren, beschreibt ihre Arbeit mit den Worten:
„Diese Fotografien wurden am selben Ort, allerdings zu unterschiedlichen Jahres-, Tages- und Nachtzeiten aufgenommen und erkunden dadurch die wechselnden atmosphärischen Erscheinungsformen des Sees. Sie handeln von Wasser, Himmel, Farbe, Licht, Ort, Raum und Zeit. Wenn wir einer großen Wassermasse gegenüberstehen, wissen wir rein rational, dass hinter dem Horizont noch mehr Wasser ist. Wenn wir unser Wissen ausblenden, nimmt das Wasser vor unserem inneren Auge unendlichen Raum ein. Gleiches gilt für die Betrachtung des Himmels. Er erscheint uns grenzenlos. Der Horizont als feine Demarkationslinie erlaubt dem Betrachter, zwischen Wasser und Himmel zu unterscheiden.“

 

 



Devlins Fotografien zeigen einzig einen Teil des Sees und des Himmels darüber und vermitteln den Eindruck von unmessbarer Weite jenseits des Horizontes. Durch die genaue Angabe des Aufnahmedatums und den mittig platzierten Horizont generiert Devlin eine Vergleichbarkeit der verblüffend vielfältigen Bilder. Die Erfahrung von Licht und Farbe, etwa der türkisen Wolken im Winter oder dem blau und rosa Himmel mit frühabendlichem Sommermond, machen die Tatsache, dass es sich um denselben Ort handelt dennoch fast unbegreiflich.

 

Galerie m, Schlossstrasse 1a, Bochum

 

12.07.2015 - 18.10.2015
Ausstellung Göppingen . Urs Lüthi ist in seinen Kunstwerken immer selbst das Motiv, und die Bilder sind ein Spiel mit Rollen, die in den Haltungen, in der Verkleidung ihren Ausdruck und ihre Bedeutung finden. Sie sind Wechselspiel zwischen Tragödie und Komödie… grotesk, ironisch und humorvoll. Bis 18. Oktober 2015
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Urs Lüthi. Jedermann
Ausstellung Göppingen . Urs Lüthi ist in seinen Kunstwerken immer selbst das Motiv, und die Bilder sind ein Spiel mit Rollen, die in den Haltungen, in der Verkleidung ihren Ausdruck und ihre Bedeutung finden. Sie sind Wechselspiel zwischen Tragödie und Komödie… grotesk, ironisch und humorvoll. Bis 18. Oktober 2015

Lüthi weint auch für Sie

 

 

Eine Fotoarbeit 1970 zeigt Urs Lüthi weinend und mit melancholischem Blick, als schöner, androgyner junger Mann, mit Rollkragenpullover, Halstuch und im Sakko aus Schlangenlederimitat. Auf dem Bild steht „Lüthi weint auch für Sie“. Das bedeutete damals ein Tabubruch, eine Provokation und ein Skandal. Von diesem Bild schlägt die Ausstellung den Bogen zum heute 68jährigen Lüthi, der 2003 einen riesigen Stapel von Kunstbüchern trägt, in dem viele berühmte Künstler der Kunstgeschichte repräsentiert sind. Die Last ist schwer und der Künstler blickt aus seinem Bild heraus den Betrachter herausfordernd, verschmitzt, ironisch an. Und in einer Photographik für die Kunsthalle Göppingen blickt das mittlerweile runde, von Fliegen besetzte Gesicht wieder den Betrachter an. – das ist Urs Lüthi in der Rolle des Künstlers, die er zur Schau stellt, die in dem betrachtenden Gegenüber das merkwürdige Gefühl weckt, gemeint zu sein. Das Bild, das Motiv, der Künstler schaut zurück!

 

 

Aus der Serie "Art is the better Life!"


 

Urs Lüthi nimmt sich selbst in seinen Kunstwerken zum Gegenstand. Immer ist er selbst das Motiv, und die Bilder sind ein Spiel mit Rollen, die in den Haltungen, in der Verkleidung ihren Ausdruck und ihre Bedeutung finden. Pathos, mit dem Hang zur Groteske, Ironie, das Wechselspiel zwischen Tragödie und Komödie… - an dem Humor dieser Bilder kann man seine Freude haben. Und immer wieder schaut er den Betrachter an als wollte er fragen – kannst du auch so eine Performance, was findest du von dir in mir? Die performative Photographie zeigt Urs Lüthi als Jedermann, künstlerisch und wirklich, und jedermann kann sich selbst darin erkennen mit Humor, Ironie und einem Schuss Ernsthaftigkeit. Mal sehen, zu was der Betrachter fähig ist.

 

Die Ausstellung zeigt Urs Lüthi auch als Bildhauer. „Lost Direction“ kann man als Tanz sehen und zugleich als Taumeln, weil der Körper seine Richtung verloren hat oder nach mehreren Seiten zugleich sich bewegt. Als Künstler erhebt er Gegenstände auf Sockel, die an Bilder erinnern, an Gesten, an große Kunst und religiöse Bedeutung. Auf dem Sockel wird der Gegenstand erhaben und offenbart sich als das, was er ist.

 

 

Direction East 12

 

Eine Serie von jüngst entstandenen Collagen gibt ein breites Spektrum, wie die Kunst des berühmten Künstlers sich selbst sieht, sich vermischt und Zusammenhänge aufzeigt, um sie zugleich merkwürdig zu vermengen. Und man folgt einer Entwicklung, die von der ironischen, kritisch ernsthaften oder grotesken Forderung nach Selbstoptimierung, als „Art for a better Life“ bis hin zu dem Anspruch geht: „Art ist he better Life“. Und der Betrachter mag prüfen, ob es sein kann oder ob er mit der Poesie der Vergeblichkeit und des Clownesken mitgeht, die noch in den einfachsten Posen zu finden sind.

 

Der Schweizer Künstler Urs Lüthi stellt sich selbst auf die Bühne seiner Bilder. Und die verhandeln das Leben, Jedermann und seinen Alltag, den Künstler, unter der Hypothese: Art is the better Life!

 

Kunsthalle Göppingen 12.7. – 18.10.2015, Di-Sa 13-19 Uhr, Sa, So 11-19 Uhr und nach Vereinbarung. www.kunsthalle-goeppingen.de

 

Kunsthalle Göppingen, Marstallstraße 55, Göppingen

09.07.2015 - 27.09.2015
Ausstellung Frankfurt Auf der gesamten Ausstellungsfläche im Innen- und Außenraum der Schirn Kunsthalle kann man das eindrucksvolle Werk des US-amerikanischen Multimedia-Künstlers Doug Aitken mit aufwendigen Video- und Soundinstallationen und Skulpturen bewundern. 9. Juli – 27. September 2015
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Doug Aitken
Ausstellung Frankfurt Auf der gesamten Ausstellungsfläche im Innen- und Außenraum der Schirn Kunsthalle kann man das eindrucksvolle Werk des US-amerikanischen Multimedia-Künstlers Doug Aitken mit aufwendigen Video- und Soundinstallationen und Skulpturen bewundern. 9. Juli – 27. September 2015

Doug Aitken, Earth Plane, 2015, Aluminium Leuchtkasten, LED-Leuchten, Fotodruck auf Acryl, Auflage 2/4
Courtesy the Artist, 303 Gallery, New York; Galerie Evy Presenhuber, zurich; Victoria Miro Gallery, London; Regen Projects, Los Angeles © Jeff Mclane

 

 

Es ist die bislang umfassendste Einzelpräsentation von Doug Aitken in Deutschland und darüber hinaus, auch eine raum- und grenzüberschreitende Ausstellung: Aufwendige Video-installationen und ausgewählte Skulpturen im Innenraum sowie eine ortsspezifische Soundinstallation im Außenraum der Schirn lassen die wesentlichen Etappen seines bisherigen kreativen Schaffens im Überblick sichtbar werden. Der 1968 in Redondo Beach, Kalifornien, geborene Aitken überschreitet mit seinen vielfach ausgezeichneten Arbeiten Grenzen: Dynamisch verbindet er Film und Musik, Architektur, Performance und Skulptur. Seit mehr als 20 Jahren schafft er dadurch Kunstwerke von faszinierender audiovisueller Intensität und suggestiv-verführerischer Kraft.

 

 

Doug Aitken, Black Mirror, 2011,Drei-Kanal-Videoinstallation, drei Monitore,  13 Min. Loop, Farbe
Courtesy the Artist, 303 Gallery, New York; Galerie Evy Presenhuber, zurich; Victoria Miro Gallery, London; Regen Projects, Los Angeles Film Still © Doug Aitken

 

 

Doug Aitken, Black Mirror, 2011,Drei-Kanal-Videoinstallation, drei Monitore,  13 Min. Loop, Farbe
Courtesy the Artist, 303 Gallery, New York; Galerie Evy Presenhuber, zurich; Victoria Miro Gallery, London; Regen Projects, Los Angeles Film Still © Doug Aitken

 

In seinen Projekten hat Aitken die Formen des Ausstellens neu definiert, sei es mit der Präsentation seiner Arbeiten an den Außenfassaden von Museen, wie „sleepwalkers“ am Museum of Modern Art (MoMA) in New York oder der Inszenierung unvergleichlicher Happenings, wie etwa „Station to Station“, ein Road Trip über 4000 Meilen per Zug von New York nach San Francisco.  Aitkens kaleidoskopisches Universum wird sich in der Schirn auf mehr als 1400 m• Ausstellungsfläche zu sehen sein. Es werden die Kunstwerke „SONG 1“ (2012/2015), „Black Mirror“ (2011), „migration (empire)“ (2008) und „diamond sea“ (1997) mit korrespondierenden Skulpturen, wie beispielsweise „Sunset (black and white)“ (2011) und „Listening“ (2011), gezeigt. Die Arbeit „Sonic Fountain II“ (2013/2015) wird die öffentliche und frei zugängliche Rotunde im Außenraum der Schirn in einen akustisch-sphärischen Ort verwandeln. Doug Aitken nimmt den Betrachter seiner Film- und Soundarbeiten mit auf eine synästhetische Reise um die Welt und zu sich selbst. Er stellt existenzielle Fragen des Lebens, liefert jedoch keine einfachen Antworten.

 

Doug Aitken, Song 1, 2012/2015, Sechs-Kanal-Videoinstallation, sieben Projektionen auf 360-Grad-Leinwand  34:44 Min. Loop, Farbe, Courtesy the Artist, 303 Gallery, New York; Galerie Evy Presenhuber, zurich; Victoria Miro Gallery, London; Regen Projects, Los Angeles Film Still © Doug Aitken

 

Die Ausstellung „Doug Aitken“ wird durch den Gemeinnützigen Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen seines neuen temporären Schwerpunktthemas „Transit“ (2015–2017) gefördert.

 „Seit mehr als zwei Jahrzehnten erweitert Doug Aitken mit seinen Arbeiten die Möglichkeiten unserer Wahrnehmung. Für die Schirn Kunsthalle Frankfurt hat Doug nun zum ersten Mal einen retrospektiven Blick auf sein einflussreiches Werk geworfen. Er hat einen spektakulären Parcours entwickelt, der die Architektur des Gebäudes unsichtbar werden lässt und seine unterschiedlichen Arbeiten gleichzeitig zu einer räumlichen Einheit verbindet“, so Max Hollein, Direktor der Schirn.

 

Kurator Matthias Ulrich über den Künstler: „Ebenso wie die Überwindung räumlicher Grenzen sind die Bewegung und die Geschwindigkeit zwei wesentliche Motive, die Doug Aitken in seinen aufwendigen, durchdachten und perfekten Arbeiten immer wieder aufgreift. Er ergründet unsere globale und stetig beschleunigte Gegenwart. Seine Werke fordern das unmittelbare Erfahren, das mit der sensuellen Wahrnehmung beginnt und in der Aktivität endet. Wir befinden uns bei Doug Aitkens Arbeiten nie davor, sondern vielmehr in ihnen.“

 

Schirm Künsthalle, Römerberg, Frankfurt am Main

 

07.07.2015 - 18.10.2015
Fotoausstellung Düsseldorf . Die ca. 100 Fotografien, die in der Ausstellung aus dem Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene gezeigt werden, vermitteln einen Eindruck des eigenständigen fotografischen Werks von Erika Kiffl wie auch der Vielfalt der zeitgenössischen Kunst. 7.7. bis 18.10.2015
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Erika Kiffl – Fotografie. Von Ai Weiwei bis Gerhard Richter
Fotoausstellung Düsseldorf . Die ca. 100 Fotografien, die in der Ausstellung aus dem Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene gezeigt werden, vermitteln einen Eindruck des eigenständigen fotografischen Werks von Erika Kiffl wie auch der Vielfalt der zeitgenössischen Kunst. 7.7. bis 18.10.2015

 

Ai Weiwei in seinem Atelier, Peking, 1995, © Ai Weiwei, 2015
Museum Kunstpalast, Düsseldorf AFORK © Erika Kiffl, 2015

 

 

Die Ausstellung Erika Kiffl – Fotografie. Von Ai Weiwei bis Gerhard Richter speist sich aus dem Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK), das im Museum Kunstpalast beheimatet ist; Erika  Kiffl ist eine der Initiatoren dieses 2003 gegründeten Archivs.  Die ca. 100 Fotografien aus diesem Archiv vermitteln einen Eindruck ihres eigenständigen fotografischen Werks wie auch der Vielfalt der zeitgenössischen Kunst, deren  Entstehungsprozesse sie als Beobachterin festhielt. Ihre Arbeiten sind gewollt Kunstdokumentationen im doppelten Sinne: Sie sind Dokumentationen von Kunst, aber auch Dokumentation, die Kunst ist.

 

 

 

Arnulf Rainer in seinem Atelier, Wien 1979, © Arnulf Rainer, 2015
Museum Kunstpalast, Düsseldorf AFORK © Erika Kiffl, 2015

 

 

Erika Kiffl ist die Chronistin der Düsseldorfer Kunstszene seit den 1960er Jahren. Ihr fotografisches Werk ist Orten, Personen und Ereignissen der Kunst gewidmet. Sie hat die Aktivitäten der Kunstakademie Düsseldorf ebenso begleitet wie Ausstellungsreihen des Museum Kunstpalast, und sie hat Künstler wie Joseph Beuys, Gerhard Richter, Ulrike Rosenbach und Günther Uecker in ihren Ateliers fotografiert. Zahlreiche Reisen führten sie nach Osteuropa, z. B. in die damalige Tschechoslowakei, wo sie 1939 in Karlsbad geboren wurde, sowie nach Polen zur Zeit der Solidarno??-Bewegung. 1995 schuf sie in China eine Serie von Künstlern, die zu einer geplanten, aber nicht realisierten Ausstellung in München eingeladen waren.

 

 

 

 


                                                                              

Gerhard  Hoehme in seinem Atelier, Neuss, 1978, Gerhard Hoehme © VG Bild-Kunst, Bonn, 2015
Museum Kunstpalast, Düsseldorf AFORK © Erika Kiffl, 2015

 

 

 

Museum Kunstpalast, Kulturzentrum Ehrenhof, Düsseldorf

 

27.06.2015 - 05.09.2015
Fotoausstellung Berlin Mehr als 30 großformatige Werke vieler interessante Künstler wie Gilbert & George, Alex Katz, Robert Longo, Herb Ritts, Steve Schapiro, Martin Schoeller und Christian Tagliavini stellt die CWC Gallery in der Gruppenausstellung "Breaking the Boundaries" vor. Ein großer Teil der ausgestellten Arbeiten stammt aus der Sammlung der Camera Work AG. 27.6. bis 5.9.2015
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Breaking the Boundaries
Fotoausstellung Berlin Mehr als 30 großformatige Werke vieler interessante Künstler wie Gilbert & George, Alex Katz, Robert Longo, Herb Ritts, Steve Schapiro, Martin Schoeller und Christian Tagliavini stellt die CWC Gallery in der Gruppenausstellung "Breaking the Boundaries" vor. Ein großer Teil der ausgestellten Arbeiten stammt aus der Sammlung der Camera Work AG. 27.6. bis 5.9.2015

 

© Anderson & Low, National Danish Gymnastic Team #1, 1998

 

Unsere Ankündigung der Ausstellung kann den Besuch der Ausstellung nicht ersetzen, denn das Besondere ist gerade die Größe in der die Werke der Fotografen präsentiert werden, aber einen Eindruck was Sie erwartet, gibt unsere Vorstellung und macht sicher Lust die Bilder in der CWC Gallery zu genießen.

Seit der Erfindung der Fotografie vor über 175 Jahren stellt das Medium viele Künstler vor die Herausforderung, ihre Werke in einem bevorzugt großen Format zu präsentieren. Ob Daguerreotypien, Photogramme, Kleinbildformate, Polaroids, Silber Gelatine Prints oder Archival Pigment Prints: Im Gegensatz zur Malerei bestimmt in der Fotokunst die technische Entwicklung seit jeher das größtmögliche Format, in dem geprintet werden kann. Die Ausstellung »Breaking the Boundaries« nimmt sich dieser Crux in der Fotokunst an und präsentiert ausgewählte großformatige Arbeiten von renommierten Künstlern, die mit verschiedenen klassischen und modernen Printverfahren das Bildformat in ihren Arbeiten bis ins Epochale ausreizen. Dabei geht es ihnen nicht um die bloße Maximierung zur Effekthascherei – für sie ist das überdimensionale Fotoformat ein notwendiges Ausdrucksmittel ihrer kreativen Ideen, deren Umsetzung eine Seitenlänge von bis zu 300 cm unabdingbar erfordert.

 

© Anderson & Low, National Danish Gymnastic Team #27, 2001

 

So wird »National Danish Gymnastic Team #1« von Anderson & Low erst durch das lebensgroße Format zu einer beeindruckenden Körper-und Bewegungsstudie und das Unikat »Amman #5« von Robert Polidori bedarf eines Formats von 180 x 226 cm, um die außergewöhnliche Schärfe des Bildes aufzuzeigen und das Geflecht an Häusern zu einem ästhetischen Konstrukt werden zu lassen. Auch »Mask« von Herb Ritts entwickelt erst durch das für einen Silber Gelatine Print zur damaligen Zeit fast größtmögliche Format von 147 x 127 cm eine zweite Ebene hinter dem Porträt, wodurch sich der Betrachter in einer Kommunikation mit dem Werk ohne ein größenbedingtes Machtgefälle wiederfindet. Martin Schoellers Porträt »Kim Harris« aus der Serie »Bodybuilders« unterdrückt wiederum durch das Format von 226 x 183 cm den Rezipienten – die Porträtierte befindet sich hier in einer übermächtigen Position, das Format manifestiert ihre demonstrativ in den Fokus gerückte Stärke und ihr Körper wird zur formschönen, erfahrbaren Oberfläche. Die ausgestellten Arbeiten des Künstlers Christian Tagliavini aus den Serien »1503« und »Voyages Extraordinaires« entwickeln im Format 160 x 128 cm eine pittoreske Stimmung und greifen bewusst die Porträtmalerei des 16. Jahrhunderts und die Ästhetik der Porträtphotographie des späten 20. Jahrhunderts auf. Die formale Erforderlichkeit eines Überformats zeigt sich hingegen in »Walhalla« von Lukas Roth, welches erst in der Größe von 161 x 300 cm einen erstaunlichen perspektivischen Effekt erhält.

 

© Nikolai Makarov, Nude

 

© Steve Schapiro, „Taxi Driver“ de Niro Taxi Driver Contact Sheet, New York, 1975



© Chrstian Tagliavini, Voyages Extraordinaures Mademoiselle Emilia, 2014

 

Neben der Mehrheit an Photographien sind in »Breaking the Boundaries« auch ausgewählte großformatige Gemälde, u.a. von Alex Katz, Nikolai Makarov und Terry Rodgers, sowie mit »Reclining Head« von Robert Longo eine Kohlezeichnung ausgestellt. Diese dienen als Referenz zu den photographischen Werken, um die Wirkungskraft übergroßer Formate zwischen den Kunstgattungen aufzuzeigen. Besondere Beachtung findet hierbei auch die Mixed-Media-Arbeit »Stella II« von Tina Berning & Michelangelo Di Battista im Format 270 x 220 cm, welche aus mehreren Teilen zusammengesetzt ist. Das Porträt von Michelangelo Di Battista wurde hierbei von der bekannten Berliner Künstlerin Tina Berning mit Acryl, Papier und Zwirn bearbeitet, wodurch die Grenzen zwischen den Medien ineinander übergehen und sich neue Sphären in der künstlerischen Wahrnehmung öffnen.

Künstlerinnen und Künstler in der Ausstellung

Anderson & Low, Tina Berning & Michelangelo Di Battista, Frank Bauer, Peter H. Fürst, Gilbert & George, Vittorio Gui, Alex Katz, Steven Klein, Udo Lefin, Robert Longo, Nikolai Makarov, Ralph Mecke, Floris Neusüss, Robert Polidori, Blaise Reutersward, Herb Ritts, Terry Rodgers, Lukas Roth, Yoram Roth, Steve Schapiro, Martin Schoeller, Hiroshi Sugimoto, Christian Tagliavini

 

 

 CWC Gallery, Auguststraße 11, Berlin

 

 

25.06.2015 - 13.09.2015
Fotoausstellung München Bisher war die argentinisch-französische Künstlerin in Deutschland weitgehend unbekannt. Das Lenbachhaus stellt nun im Kunstbau eine Auswahl der wichtigsten Werke von Lea Lubin vor. 25. Juni bis 13. September 2015
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Lea Lubin - Retrospective
Fotoausstellung München Bisher war die argentinisch-französische Künstlerin in Deutschland weitgehend unbekannt. Das Lenbachhaus stellt nun im Kunstbau eine Auswahl der wichtigsten Werke von Lea Lubin vor. 25. Juni bis 13. September 2015

 

Lea Lublin Mon Fils, 1968
Nachlass der Künstlerin
Photo:Courtesy Nicolas Lublin

 

 

Mit nur zwölf Jahren beginnt Lea Lublin ihr Studium an der Akademie der Künste in Buenos Aires. 1968 stellt sie sich mit ihrem achtmonatigen Sohn in einem Pariser Museum aus. Zwei Jahre darauf wird eine Malerei der Künstlerin, von den Obrigkeiten als obszön empfunden, in Argentinien konfisziert und Lublin wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses zu drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. In ihrer Ausstellung »Der Striptease des Jesuskindes« bei dem Pariser Galeristen Yvon Lambert wirft sie 1983 die Frage nach der Erotik in der christlichen Malerei auf. Auf den Spuren Marcel Duchamps in Buenos Aires entwendet sie 1990 dessen Briefkasten als Beweisstück für ihre Theorie des Readymades.

Dies sind einige wenige Stationen im Leben und Werk der argentinisch-französischen Künstlerin Lea Lublin (1929 Brest, Polen – 1999 Paris), die in Deutschland bislang nahezu unbekannt ist. Lublins dezidierte Hinterfragung des Bildes als ideologisches Konstrukt und ihr Postulat einer aktiven Einbeziehung des Betrachters sind für uns heute erneut von akuter Relevanz. Wir freuen uns sehr, mit der ersten Retrospektive zu Lublin in das vielschichtige Werk dieser Künstlerin einzuführen.

 

 

Lea Lublin
Fluvio Subtunal, 1969
Environment Santa Fé (Argentinien)
Foto: Humberto Rivas, Barcellona

 


Mit einer Auswahl ihrer wichtigsten Arbeiten aus knapp dreißig Jahren konzentriert sich die Präsentation im Kunstbau auf wesentliche Aspekte in Lublins OEuvre: die Absage an die Malerei und Hinwendung zu interaktiven Environments, die Erklärung des Dialogs zur Kunstform, die Dekonstruktion des künstlerischen Bildes aus psychoanalytischer und feministischer Perspektive und die Recherche zu Marcel Duchamps Aufenthalt in Buenos Aires. Neben Fotografien, Zeichnungen, Wandinstallationen und Videos der Künstlerin können Besucherinnen und Besucher eine Rekonstruktion von Lublins Environment »Fluvio Subtunal« (1969) erleben.

Im Zuge der Ausstellungsorganisation hat das Lenbachhaus zahlreiche wichtige Werke aus dem Pariser Nachlass gesichert und restauriert. Viele Arbeiten sind zum ersten Mal seit 20 Jahren zu sehen. Die Präsentation wird durch Leihgaben aus dem Museum of Modern Art in New York, dem Centre national des arts plastiques, dem Fonds régional d’art contemporain Alsace und der Bibliothèque nationale de France ergänzt.

 

 

Lea Lublin
Fluvio Subtunal, 1969
Environment, Santa Fe (Argentinien)
Foto: unbekannt
Courtesy Estate of the artist/ Collection Nicolas Lublin

 

Anlässlich der Ausstellung erscheint ein umfangreicher farbig illustrierter Katalog mit Beiträgen von Stephanie Weber, Thibault Boulvain, Catherine Francblin, Teresa Riccardi, Monika Bayer-Wermuth, Isabel Plante und Pierre Restany. Die Publikation vereint die wichtigsten Schriften der Künstlerin, die erstmalig ins Deutsche und Englische übersetzt wurden.

 

Lenbachhaus, Kunstbau, U-Bahnhof Königsplatz, Zwischengeschoss

 

 

 

 

 

22.06.2015 - 04.10.2015
Ausstellung Herford . Rund 40 zeitgenössische KünstlerInnen aus Ost und West, die das Landschaftsgenre Shan-shui aktualisieren und auf Medien wie Fotografie, Skulptur, Video und Installation übertragen, stellt das Museum Marta Herford. 20. Juni – 4. Oktober 2015
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Harmonie und Umbruch - Spiegelungen chinesischer Landschaften
Ausstellung Herford . Rund 40 zeitgenössische KünstlerInnen aus Ost und West, die das Landschaftsgenre Shan-shui aktualisieren und auf Medien wie Fotografie, Skulptur, Video und Installation übertragen, stellt das Museum Marta Herford. 20. Juni – 4. Oktober 2015

 

 

Zuoxiao Zuzhou, To Add One Meter to an Anonymous, Mountain, 1995
Silbergelatine-Abzug 120 x 160 cm    
© Zuoxiao Zuzhou, Sammlung Wemhöner

 

 

 

Seit über 1500 Jahren bringt Shan-shui, die chinesische Berg-Wasser-Malerei, Landschafts­darstellungen hervor, die weniger das getreue Abbild einer sichtbaren Außenwelt, son­dern vielmehr Spiegel eines inneren Erlebens sind. Dabei entstehen anmutige begeisternde Werke, die ebenso fremdartige wie bildgewaltige Erfahrungswelten sind.

Die Werke von Isaac Julien, Darren Almond, Roy Lichtenstein, Sonja Vordermaier, Nadav Kander, Maleonn, Huang Yan, Yue Minjun, Cai Guo-Qiang und vielen weiteren Künstlern bringen zum Ausdruck, wie diese chinesische Tradition gerade in der jüngeren Zeit wieder an Bedeutung gewinnt.

 

 

 

Darren Almond, Fullmoon@Huangshan – Infrared, 2009
Silberbromidabzug unter Acrylglas, 2-teilig, je 270,7 x 121,2 cm
Galerie Max Hetzler, Berlin | Paris

 

 

 

Der Reiz von in Nebel gehüllten Landschaften, Felsen, Bäumen und Wasser, übt seit jeher eine große Anziehungskraft auf Künstler aus. In der chinesischen Kunst besitzt diese Faszination unter der Bezeichnung Shan-shui eine lange Tradition. In einer erstaunlichen Materialvielfalt setzen sich zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus China und Fernost wie auch aus Europa und Amerika mit dieser Sehnsucht auseinander und übersetzen sie in die heutige Zeit. So wird mit Malerei auf Leinwand, Fotografie, Skulpturen aus Ton, Tusche und Schießpulver auf Papier, auf Münzen oder Textilien, mit Video, Installationen und Wandarbeiten die chinesi­sche Landschaftsdarstellung zum Ausgangspunkt einer auch kritischen Reflexion von Idealisie­rung, Utopien und des Scheins zeitgenössischer Sehnsuchtsorte.

 

 

 

 

Isaac Julien, Yishan Island, Mist (Ten Thousand Waves), 2010
Fotogra?e auf Endura Ultra Papier  180 x 239,8 x 7,5 cm      
© Isaac Julien, Sammlung Wemhöner

 

 

Der britische Künstler Isaac Julien macht die Landschaft in seiner 3-Kanal-Video-Installation „Ten Thousand Waves“ zur Projektionsfläche sozialer, kultureller und psychischer Konflikte und spricht aktuelle Themen wie Migration an.

Mit über 70 Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler widmet sich Marta Herford im Jubiläumssommer dem außergewöhnlichen wie vielfältigen Thema der chinesischen Land­schaft in der aktuellen Kunst. Die exquisiten Leihgaben stammen aus der Sammlung Wemhöner, der M+ Sigg Collection, aus großen Museumssammlungen wie dem Museum Ludwig in Köln sowie von zahlreichen privaten Leihgebern.

 

Marta Herford, Goebenstraße 2–10,  Herford

 

21.06.2015 - 30.08.2015
Ausstellung Mannheim Schon der Name macht Lust auf die Ausstellung und die Werke der Londoner Künstlerin Esther Teichmann werden dem gerecht. ZEPHYR – Raum für Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen zeigt mit der weltweit ersten musealen Einzelausstellung einen Überblick über ihre neuesten Arbeiten, die teilweise eigens für die Mannheimer Präsentation geschaffen wurden. 21. Juni bis 30. August 2015
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Esther Teichmann – Mondschwimmen
Ausstellung Mannheim Schon der Name macht Lust auf die Ausstellung und die Werke der Londoner Künstlerin Esther Teichmann werden dem gerecht. ZEPHYR – Raum für Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen zeigt mit der weltweit ersten musealen Einzelausstellung einen Überblick über ihre neuesten Arbeiten, die teilweise eigens für die Mannheimer Präsentation geschaffen wurden. 21. Juni bis 30. August 2015

 Ohne Titel, aus der Serie "Mythologies" 2009/15, mit Tusche übermalter C-Print, 130 x 170 cm
© Esther Teichmann

 

 

Die Arbeiten des jungen Ausnahmetalents Esther Teichmann umfassen rund 40 Fotografien, mehrere Videoarbeiten, große bemalte Leinwände und Skulpturen sowie Collagen und weitere Objekte, die in der Ausstellung zu einer multimedialen und spannenden Installation verschmelzen - in ein Reich von Sinnlichkeit, Intimität, Verlust, Erotik und Verlangen. 

 

Ohne Titel, aus der Serie "Fractal, Scars, Salt Water & Tears" 2012/14 Collage von einem kolorierten C-Print (Handabzug) und einem Silbergelatineprint 51 x 61 cm © Esther Teichmann

 

Ohne Titel, aus der Serie "Fractal, Scars, Salt Water & Tears" 2012/14 Silbergelatine Print 102 x 76 cm
© Esther Teichmann

 

 

Den Kern von Esther Teichmanns Werk bildet die menschliche Sehnsucht nach dem Paradies und nach der Rückkehr zum Ursprünglichen. Ausgangspunkt dieses Verlangens sind Gefühle von Verlust, Wehmut und Heimweh. Um diese abstrakten Themen künstlerisch umzusetzen bedient sich Teichmann neben der Fotografie auch des Films, der Collage, der Plastik und der Malerei. Ihre Motive lassen deutliche Anleihen an die Kunst des 19. Jahrhunderts erkennen, insbesondere der französischen Malerei, etwa von Gustave Courbet, August-Dominique Ingres oder Jean-Léon Gérôme. In der Ausstellung „Mondschwimmen” kombiniert sie ihre eigenen Fotografien mit fremden Aufnahmen und Filmausschnitten oder gefundenen Objekten. Einige der Skulpturen wurden aus bemalten Korallen angefertigt und zu den meditativen Videoaufnahmen ist eigens für die Präsentation komponierte Musik zu hören. Im Vorfeld der Ausstellung besuchte die Künstlerin die Reiss-Engelhorn-Museen und wählte einzelne Objekte aus der naturkundlichen Sammlung für ihre Installation aus. In dieser poetischen Verschmelzung der Medien lässt Teichmann Autobiographisches und Fiktionales ineinanderfließen: Sie versetzt den Besucher in eine Traumwelt.

 

 

Blick in die Ausstellung "Esther Teichmann Mondschwimmen" © rem, Fot: Carolin Brecke

 

 

Esther Teichmann, 1980 in Karlsruhe geboren, studierte Fotografie und promovierte am Royal College of Art in London. 2014 gewann sie den Prix Photographique Ville de Levallois. Die damit verbundene Ausstellung „Fractal Scars, Salt Water and Tears“ wurde in Paris und London gezeigt. Sie hat weltweit an Ausstellungen in wichtigen Institutionen für zeitgenössische Fotografie teilgenommen und arbeitet in London auch als Kuratorin. Von 2005 bis 2011 war Teichmann Gastprofessorin an der University of Brighton und 2012 und 2013 am California College of the Arts in San Francisco. Derzeit lehrt sie am London College of Communication der University of the Arts, London und am Royal College of Art, London.

ZEPHYR – Raum für Fotografie ist ein Ausstellungsraum für zeitgenössische Fotografie. Seit Oktober 2005 realisiert ZEPHYR sein vielseitiges Programm internationaler Gegenwartskunst in zahlreichen Einzel-, Gruppen- sowie Themenschauen im Museum Bassermannhaus der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen.

 

 

ZEPHYR – Raum für Fotografie, Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Bassermannhaus C4,9, Mannheim

 

 

 

21.06.2015 - 20.09.2015
Fotoausstellung Bochum/München Gleich an zwei Orten in Deutschland kann man die bemerkenswerten Arbeiten der Fotografin Evelyn Hofer in einer Ausstellung bewundern, in der Galerie m Bochum bis zum 22. Juli 2015, in der Münchner Villa Stuck bis 20. September 2015
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Evelyn Hofer - Erinnerung an eine große Fotografin
Fotoausstellung Bochum/München Gleich an zwei Orten in Deutschland kann man die bemerkenswerten Arbeiten der Fotografin Evelyn Hofer in einer Ausstellung bewundern, in der Galerie m Bochum bis zum 22. Juli 2015, in der Münchner Villa Stuck bis 20. September 2015

 

 

Evelyn Hofer, Springtime, Washington, 1965, Dye Transfer

 

Evelyn Hofer wurde 1922 in Marburg an der Lahn geboren. 1933 emigrierte sie mit ihrer Familie in die Schweiz anschließend nach Spanien. 1942 ging sie nach Mexiko und übersiedelte 1946 nach New York. Ihre fotografische Ausbildung absolviert Evelyn Hofer während ihres kurzen Aufenthalts in der Schweiz. Ihre Karriere als freischaffende Fotografin startet sie 1947 in New York. Erste Aufträge im Bereich Modefotografie erhält sie durch den Maler Richard Lindner und Alexey Brodovitch Anfang der 50er Jahre für die Zeitschrift Harper's Bazaar. Evelyn Hofer.

 

Evelyn Hofer, Mädchen mit Fahrrad, Dublin, Courtesy Galerie m Bochum © Estate of Evelyn Hofer

 

 

Das Museum Villa Stuck zeigt eine umfassende Retrospektive über die Fotografin Evelyn Hofer. Mit einer Auswahl von über 200 Arbeiten präsentiert die Ausstellung neben bekannten Werken auch Hofers bislang weniger bekannte Fotografien. Zum ersten Mal ist Hofers vollständiges Œuvre mit Werken aus allen Schaffensphasen zu sehen, wobei ein besonderes Augenmerk auf ihre fotografischen Essays für Magazine gerichtet wird. Die enge Zusammenarbeit mit dem Estate of Evelyn Hofer machte die Sichtung aller Fotografien und Archivmaterialien und damit eine umfassende Recherche am Museum Villa Stuck während der vergangenen Jahre möglich.

 

Evelyn Hofer, Phoenix-Park an einem Sonntag, Dublin 1966 Courtesy Galerie m Bochum
© Estate of Evelny Hofer

 

Hofers Aufnahmen verdeutlichen die unbedingte Hinwendung zum Gesehenen – und zum Menschen. Durch die Auftragsvergabe – mit wenigen Ausnahmen sind alle Fotografien im Auftrag von Publizisten und Redakteuren entstanden – ist das Werk meist in Bildserien angelegt. Eine Faszination geht dabei insbesondere von den Menschenbildern Hofers aus, die Konzentration und Ruhe ausstrahlen, ohne dabei Stillstand zu assoziieren. Hofer entfaltet eine Aura, die darauf abzielt, über ein rein dokumentarisches Moment hinaus eine Interpretation der Welt zu schaffen, die sowohl den Zeitgeist als auch eine gewisse Zeitlosigkeit in sich vereint. Den poetischen Blick mit der Kamera führte Hofer zur Perfektion. In einer Zeit, als die Fotografie ihre Anerkennung als künstlerisches Medium fand, wurde auch die klassische Auftragsfotografin Hofer nach und nach als Künstlerin wahrgenommen, die die Kamera als ihr Instrument wählt, um ihre persönliche Sicht auf die Welt zu bannen.

 

Evelyn Hofer, Zinnkrug mit Trauben (Stileben Nr.7) New York 1997, Courtesy Galerie m Bochum
© Estate if Evelyn Hofer

 

 

Die Ausstellung der Galerie m Bochum konzentriert sich auf die frühen Farbfotografien von Evelyn Hofer. Die Aufnahmen entstanden im Zusammenhang mit ihren berühmten Fotobüchern über New York, Washington und Dublin. Zu sehen sind auch Paris-Bilder, die damals nicht publiziert wurden. Die Ausstellung findet anlässlich der großen Retrospektive Evelyn Hofers in der Villa Stuck in München statt, die das Oeuvre der berühmtesten unbekannten Fotografin Amerikas (Hilton Kramer) erstmals umfassend zeigt.

 

Galerie m Bochum, Schlossstraße 1 a , Bochum

 

Villa Stuck, Prinzregentenstraße 60, München

 

 

 

20.06.2015 - 04.09.2015
Fotoausstellung Hamburg . Deutschland Premiere hat der Fotograf Dougie Wallace mit seinen gesellschaftskritischen, ironisch-witzigen Bildern wie die der „Grazien“ auf Sauftour im englischen Blackpool in der FREELENS Galerie. Eine Ausstellung, die im Rahmen der 6. Triennale der Photographie läuft und die man nicht versäumen sollte. 20. Juni bis 4. September 2015
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Dougie Wallace – Stags, Hens and Shoreditch Wildlife
Fotoausstellung Hamburg . Deutschland Premiere hat der Fotograf Dougie Wallace mit seinen gesellschaftskritischen, ironisch-witzigen Bildern wie die der „Grazien“ auf Sauftour im englischen Blackpool in der FREELENS Galerie. Eine Ausstellung, die im Rahmen der 6. Triennale der Photographie läuft und die man nicht versäumen sollte. 20. Juni bis 4. September 2015

Sauftour zum Junggesellenabschie in der englischen Küstenstadt Blackpool

 

Brave schöne Bilder sind nicht sein Ding. Wenn Dougie Wallace mit der Kamera unterwegs ist, geht es meist um die Exzesse der englischen Unterschicht, wie dem Komasaufen von Frauen und Männern zu ihrem Junggesellenabschied. In der Serie „Stags, Hens & Bunnies“ bringt der Fotograf Dougie Wallace immer wieder menschliche Entgleisungen zutage: Wenn er zum Beispiel am Wochenende in der Küstenstadt Blackpool unterwegs ist und dort Horden junger Männer und Frauen einfallen sieht. Absurd wie das hemmungslose Saufen meist auch das Outfit der feierwütigen Menschen, die mal als Bunnyhäschen oder in römischen Togen von Bar zu Bar ziehen, um sich volllaufen zu lassen. In expressiven Farbbildern führt er uns ein Gemetzel des Amüsierens vor, bei dem am Ende auch der Allerletzte erschöpft auf das Straßenpflaster sinkt.

 

 

Hauptsache das Outfit stimmt.  Auf Tour in Blackpool.



Auch in Shoreditch in East London geht es chaotisch zu. Ein Stadtteil, der sich noch mehr oder weniger erfolgreich wehrt gegen das, was man allgemein Gentrifikation nennt. Hier herrscht ein fröhliches Durcheinander, das den Fotografen fasziniert und das er für den Betrachter in seinen Bildern nachvollziehbar macht. Tagsüber treibt er durch die engen Straßen und Märkte, nachts durch die Pubs, um ein buntes Publikum von Selbstdarstellern festzuhalten. Nichts scheint ihm zu entgehen, wenn er die Ureinwohner und Ladenbesitzer, Flohmarktbesucher und Touristen, Hipster, Nightclubtänzerinnen, Künstler, Sprayer, Skater, die berauschten oder verlorenen Seelen in einem wüsten Bilderbogen präsentiert. Das ist amüsant und doch bleibt einem das Lachen im Halse stecken. A Walk on the Wild Side!

 

 

Einen Blick auf das bunte Publikum von Shoreditch in East London gibt
Dougie Wallace mit seinen Bildern.



Dougie Wallace ist derzeit einer der bekanntesten Streetfotografen weltweit. Der in London lebende Fotograf wuchs in Glasgow auf. Nachdem er zunächst vier Jahre in der Armee gedient hatte, begann der Autodidakt, sich ernsthaft der Fotografie zuzuwenden. Mit seinem unverkennbaren Stil sorgte er von Anfang an für Furore. Heute werden seine Bilder in allen großen internationalen Magazinen von der New York Times bis zum Stern veröffentlicht. Er hat zahlreiche Ausstellungen und mehrere Bücher gemacht.


Zusätzlich im Rahmen der Triennale der Photographie spricht Dougie Wallace am 21. Juni 2015 um 16.00 Uhr in der FREELENS. Anmeldung für den englischen Vortrag bitte unter post@freelens.com – die Plätze sind begrenzt.

 

FREELENS Galerie, Steinhöft 5, Hamburg

19.06.2015 - 06.09.2015
Fotoausstellung Hamburg Unter dem Titel „The Day Will Come When Man Falls“ zeigen die Deichtorhallen zwei Ausstellungen im Rahmen der 6. Triennale der Photographie. Zum einen sind es verschiedene Werksgruppen des New Yorker Fotografen Phillip Toledano, zum anderen eine Kabinettausstellung mit rund 50 Porträts aus der Sammlung F.C. Gundlach. 19. Juni bis 6. September 2015
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The Day Will Come When Man Falls
Fotoausstellung Hamburg Unter dem Titel „The Day Will Come When Man Falls“ zeigen die Deichtorhallen zwei Ausstellungen im Rahmen der 6. Triennale der Photographie. Zum einen sind es verschiedene Werksgruppen des New Yorker Fotografen Phillip Toledano, zum anderen eine Kabinettausstellung mit rund 50 Porträts aus der Sammlung F.C. Gundlach. 19. Juni bis 6. September 2015

 

Phillip Toledano: "Derek‹‹, aus der Serie ››Phonesex", 2008-2009, © Phillip Toledano

 

 

 

Im Rahmen der 6. Triennale der Photographie zeigen die Deichtorhallen zwei interessante Ausstellungen. Neben den Fotografien von Phillip Toledano, der gesellschaftsrelevante und persönliche Zukunftsvisionen entwickelt, sind in einer Kabinettausstellung rund 50 Porträts aus der Sammlung F.C. Gundlach, dem Initiator der Triennale der Photographie in Hamburg zu sehen. Auf dem Deichtorhallen-Platz wird zudem in Form eines Container-Dorfs das Zentrum des Fotografie-Festivals sein.

Der 1968 in London geborene und seit mehr als zwanzig Jahren in New York lebende Fotograf Phillip Toledano beschäftigt sich mit Sujets, die in der inneren Landschaft alltäglicher Gedanken zwar fest verankert sind, aber gern weiträumig umschifft, verdrängt oder gänzlich ausgeblendet werden. Alter und Abschied, verschüttete und ans Tageslicht gezerrte Erinnerungen, gesellschaftliche Isolation, die Möglichkeiten, der Sterblichkeit mit Hilfe medizinisch-technischen Fortschritts zu trotzen: In seinen sorgfältig und hoch artifiziell inszenierten fotografischen Bildserien beschäftigt sich Phillip Toledano mit aktuellen Themen, die herausfordern und oft stark konfrontativ nachwirken.

 

 

 

Phillip Toledano: aus der Serie "When I Was Six", 2013-2015, © Phillip Toledano

 



So begleitet Toledano in seiner Serie Days With My Father (2006-2009) tagebuchartig die letzten drei Jahre im Leben seines an Demenz erkrankten Vaters, wobei immer wieder Aspekte der einstmals vitalen, ehrgeizigen und attraktiven Persönlichkeit im nun pflegebedürftigen und hilflosen Vater aufscheinen. Die Serie Phonesex (2008-2009) inszeniert Telefonsex-Operateure im privaten Ambiente ihrer Wohnung, die zugleich Arbeitsplatz ist. Die begleitenden Interviewsequenzen geben vor dem Hintergrund der illusionären sexuellen Komplizenschaft mit dem Kunden erstaunliche Einblicke in ihr Selbstverständnis und ihre Kreativität. Die Protagonisten der Serie A New Kind of Beauty (2008-2010) haben durch plastische Chirurgie tief greifende und irreversible Veränderungen bis zur nahezu kompletten Umgestaltung des gesamten Körpers an sich vornehmen lassen. Für seine Serie Maybe (2011-2015) erarbeitete Toledano auf der Basis von DNA-Tests und Gesprächen mit Psychologen und Wahrsagern über mögliche Zukunftsperspektiven mittels eines Teams von Maskenbildnern und Schauspielunterricht aufwendige fotografische Szenarien und kurze Filmsequenzen, in denen er sich selbst in unterschiedlichste Lebensstadien und -situationen versetzt.

Toledanos Arbeiten wirken direkt und provokativ, weil sie die Charakteristik einer sich durch den stetigen Zuwachs narzisstischer Tendenzen auszeichnenden westlichen Welt entlarven. Oft von begleitenden Texten pointiert, durchkreuzen seine teilweise narrativ, teilweise filmisch angelegten Bildstrecken nicht nur wirkungsvoll Selbstdefinitionen wie Erfolg, Macht, Jugendlichkeit, Schönheit und Konsum, sondern unterlaufen und betonen sie.
Die Ausstellung umfasst etwa 160 Arbeiten aus sechs ausgewählten, teils noch nie vorher ausgestellten Bildserien sowie sechs Kurzfilme und einen im Jahr 2015 fertiggestellten Dokumentarfilm, der auf dem Tribeca Filmfestival in New York City diesen April Premiere feierte.

 

 

Katharina Bosse: Untitled, 1999 © Katharina Bosse

 

 


 

Erwin Blumenfeld: Venus, 1949. © 2015 Henri and Yorick Blumenfeld & Yvette Blumenfeld Georges Deeton

 



Pepa Hristova: HAKIJE 1, Albania 2008, Archival Pigment Print. © Pepa Hristova




Ergänzend und kommentierend ist die begleitende Kabinettausstellung mit Werken aus der Sammlung F.C. Gundlach angelegt. In der Auswahl der Selbstportraits von Andy Warhol, Cindy Sherman, Nan Goldin, Lee Friedlander und John Coplans offenbart sich das Spiel mit dem Selbstbild der Fotografen im Sinne bewusst gewählter Selbstinszenierung. Höchste Subtilität durchsetzt die Portraits wie sie von Diane Arbus, August Sander, Nicholas Nixon, aber auch Katharina Bosse, Erwin Blumenfeld oder Pepa Hristova in Reaktion auf die abgebildete Person und ihr Umfeld entstanden. Die zum Großteil frontal wiedergegebenen Portraitierten werfen dabei konfrontativ nachwirkend immer wieder interessante Fragestellungen nach der jeweiligen Position und Befindlichkeit des Betrachters auf.

 

Deichtorhallen, Hamburg

19.06.2015 - 27.09.2015
Fotoausstellung Hannover Mit ihren schonungslos offenen Stil in dem sie ihre Freund aber auch immer wieder sich selbst porträtiert, ist die Fotokünstlerin Nan Goldin weltberühmt geworden. Die Ausstellung in der kestnergesellschaft setzt einen Fokus auf die neueste Werkreihe „Scopophilia“, die erstmalig in Deutschland gezeigt wird. 19. Juni bis 27. September 2015
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Nan Goldin
Fotoausstellung Hannover Mit ihren schonungslos offenen Stil in dem sie ihre Freund aber auch immer wieder sich selbst porträtiert, ist die Fotokünstlerin Nan Goldin weltberühmt geworden. Die Ausstellung in der kestnergesellschaft setzt einen Fokus auf die neueste Werkreihe „Scopophilia“, die erstmalig in Deutschland gezeigt wird. 19. Juni bis 27. September 2015

 

Nan Goldin, Sisters, 2010, Chromagenic Print 61 x 150 cm Courtesy die Künstlerin

 

Mit ihrem legendären Werk „The Ballad Of Sexual Dependency“ wurde die 1953 in Washington D.C. geborene Nan Goldin Anfang der 1980er bekannt. Ihre Bilder beschäftigen sich mit den Herausforderungen zwischenmenschlicher Beziehungen, sie erzählen vom Ringen um Unabhängigkeit und thematisieren Geschlechteridentifikation, Freundschaft, Liebe und Verlust. Den künstlerischen Ansatz des subjektiven Blicks in der zeitgenössischen Fotografie hat sie mit ihren Arbeiten entscheidend mitgeprägt. Zumeist präsentiert Goldin ihre Fotografien als Slideshow oder sie arrangiert mehrere Aufnahmen in thematischen Rastern, sogenannten „grids“, so dass narrative Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fotografien entstehen. Goldins Arbeiten können als eine Art persönliches, visuelles Tagebuch gelesen werden, gleichzeitig verweisen sie stets auf kulturelle, soziale und gesellschaftliche Entwicklungen ihrer Zeit.

 

 

Nan Goldin The Look, 2014 Chromogenic Print 61 x 167 cm,
Courtesy die Künstlerin und Matthew Marks Gallery New York

 

 

 

Nan Goldin Odalisque, 2011, Chromogenic Print 114 x 169 cm,
Courtesy die Künstlerin und Matthew Marks Gallery New York

 

 

Die Werkreihe „Scopophilia“ besteht aus über 400 Fotografien, die die Künstlerin zu einer 30-minütigen Diaschau zusammengefügt hat. In der Serie stellt Goldin neue Fotografien, die sie von ausgewählten Gemälden und Skulpturen im Louvre in Paris angefertigt hat, ihren älteren Aufnahmen aus den 1980er und 1990er Jahren, sowie jüngst entstandene Fotografien von FreundInnen und LiebhaberInnen gegenüber. Damit schöpft sie nicht nur aus den reichen Beständen der Kunstgeschichte, sondern wirft auch einen neuen Blick auf ihr eigenes Œuvre der letzten 40 Jahre. Die erstaunlichen Parallelen zwischen den zwei Bildwelten entwickeln eine intensive visuelle Anziehungskraft. Der griechische Begriff „Scopophilia“ bezeichnet die „Liebe des Schauens“ oder „Schaulust“. Ein für die Diaschau konzipierter Soundtrack, der in einer leer stehenden Halle des Louvre aufgenommen wurde, verstärkt diese Sogwirkung. Zu hören ist eine Sopranstimme, die Ovids Metamorphosen in lateinischer Sprache singt. In der Ausstellung werden zudem einzelne Bilder aus der Scopophilia-Serie in Form von Rastern oder Diptychen präsentiert. Im Spannungsfeld zwischen kunsthistorisch bedeutsamen Werken und Goldins früheren Fotografien entsteht ein einfühlsamer Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. 

 

Darüber hinaus werden ausgewählte frühere sowie neu angeordnete „grids“ in der Ausstellung gezeigt, die sich mit unterschiedlichsten Daseinszuständen beschäftigen. „Shape Shifting“ porträtiert Wiedergeburt und Verwandlung; „Missing“ handelt von der schmerzvollen Erfahrung die engsten und ältesten Freunde an Aids zu verlieren. Zudem werden Fotografien von leeren und unbewohnten Räumen präsentiert, in denen Spuren persönlicher Geschichten eingeschrieben sind. 

 

Die Ausstellung wird kuratiert von Lotte Dinse.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache mit Essays von Lotte Dinse und Glenn O`Brian im Steidl Verlag Göttingen.

 

Im Rahmen der Ausstellung wird ein Portrait – „Nan Goldin – I Remember Your Face“ im Hochhaus Lichtspiele in Hannover gezeigt. Mit kurzer Einführung durch die Kuratorin Lotte Dinse.

 

Kestnergesellschaft, Goseriede 11, Hannover

 

 

16.06.2015 - 31.12.2015
Fotoausstellung München Unmittelbar mit der Kamera auf dem Boden der Tatsachen hat Herbert Becke Münchner U-Bahnhöfe fotografiert und zeigt mit seinen Bildern im 5. Stock des Bürohauses Altezza neue Perspektiven und Sichtweisen von zum Teil wohl bekannten Motiven. 16. Juni 2015 bis zum Jahresende
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Herbert Becke - "München ganz unten im 5. Stock"
Fotoausstellung München Unmittelbar mit der Kamera auf dem Boden der Tatsachen hat Herbert Becke Münchner U-Bahnhöfe fotografiert und zeigt mit seinen Bildern im 5. Stock des Bürohauses Altezza neue Perspektiven und Sichtweisen von zum Teil wohl bekannten Motiven. 16. Juni 2015 bis zum Jahresende

 

 

Wenn ein Turnschuh Augen hätte, was würde er am U-Bahnhof am Marienplatz oder auf der Fahrt mit der Rolltreppe sehen? Mit den Bildern von Herbert Becke kann man diese Perspektive erleben, ohne sich selbst auf den Boden legen zu müssen. Die Motive zeigen, wie attraktiv und ästhetisch viele Münchner U-Bahnhöfe sind, nämlich teilweise phantastische Kunstwerke des Lichts und der Architektur.

 

 

 

 

 

 



Gezeigt werden Fotos von über 20 Münchner U-Bahnhöfen u.a.:
Böhmerwaldplatz, Brudermühlstraße, Candidplatz, Dülferstraße, Fraunhoferstraße, Garching, Georg-Brauchle-Ring , Gern, Harras, Hasenbergl, Josephsburg, Karlsplatz (Stachus), Königsplatz, Kreillerstraße, Machtlfinger Straße, Marienplatz, Max-Weber-Platz, Messestadt Ost, Moosach, Moosacher-St. Martins-Platz, Münchner Freiheit, Olympia-Einkaufszentrum, Prinzregentenplatz, Richard -Strauss-Straße, Schwantalerhöhe, St.-Quirin-Platz, Thalkirchen-Tierpark, Theresienwiese und Westfriedhof.

 

Zu den üblichen Büro- und Geschäftszeiten

Altezza, Barthstraße 4 / 5. Stock, München

 

14.06.2015 - 19.09.2015
Fotoausstellung Monschau Einen umfassenden Überblick mit unterschiedlichsten Facetten der Fotografie will die Ausstellung in der KuK-Galerie geben, in der berühmte Fotografen wie Horst P. Horst, Martin Parr und Helmut Newton zu sehen sind. 14.6. bis 19.9.2015
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The Photographers
Fotoausstellung Monschau Einen umfassenden Überblick mit unterschiedlichsten Facetten der Fotografie will die Ausstellung in der KuK-Galerie geben, in der berühmte Fotografen wie Horst P. Horst, Martin Parr und Helmut Newton zu sehen sind. 14.6. bis 19.9.2015

© Jens Boldt, Iggy Pop, 2001

 

 


„The Photographers“ wird ca. 130 Werke in insgesamt neun Räumen der KuK-Galerie der StädteRegion Aachen zeigen. Von Dokumentation bis Mode, von Inszenierungen bis Porträt: Die Ausstellung will die ganze Vielfalt der Fotografie illustrieren, sich dabei indes auf einige wenige Künstler konzentrieren.
Arbeiten von Anton Corbijn, Annegret Soltau, Helmut Newton, Josef Breitenbach, Jock Sturges, Martin Parr, Hermann Landshoff, Stephan Vanfleteren, Horst P. Horst, Holger Roschlaub, Niko Schmid-Burgk, Mathias Bothor, Markus Nass, Jeanne Degraa, Thomas Leidig, Alex Trebus, Jim Rakete, Nadja Klier, Derek Ridgers, Dirk Dunkelberg, Sheila Rock, Michael Dannenmann, Stefan Klüter, Peter Böttcher, Heike Steinweg, Jens Boldt und Andrea Stappert werden zu sehen sein.

 

 

Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen, Austraße 9, Monschau

14.06.2015 - 15.11.2015
Ausstellung Hamburg Eine Künstlerin, die in den vergangenen vier Jahrzehnten ein großartiges Werk in den Bereichen Fotografie, Video, Film, Performance, Installation und interaktiver sowie netzbasierter Medienkunst geschaffen hat, stellt das Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg mit Lynn Hershman Leeson vor. 14. Juni bis 15. November 2015
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Lynn Hershman Leeson – Civic Radar
Ausstellung Hamburg Eine Künstlerin, die in den vergangenen vier Jahrzehnten ein großartiges Werk in den Bereichen Fotografie, Video, Film, Performance, Installation und interaktiver sowie netzbasierter Medienkunst geschaffen hat, stellt das Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg mit Lynn Hershman Leeson vor. 14. Juni bis 15. November 2015

 

Lynn Hershman Leeson, Digital Venus-Titian, 1988 Digitaldruck, Foto: Lynn Hershman Leeson
© Lynn Hershman Leeson

 

 

Die erste umfassende Retrospektive, die nicht nur einen Überblick über alle Schaffensphasen von Lynn Hershman Leeson gewährt, sondern auch die neuesten Produktionen der innovativen Künstlerin präsentiert, zeigt das Haus der Photographie.

In Kooperation mir dem ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie zeigen die Deichtorhallen in der Sammlung Falckenberg in Hamburg Harburg. Die Ausstellung kann nur im Rahmen einer Führung besucht werden. Infos zu Terminen und zur Buchung:

http://deichtorhallen.de/index.php?id=382

 

Lynn Hershman Leeson, die1941 in Cleveland, Ohio, USA geboren wurde, gehört zu den ersten und auch einflussreichsten Medienkünstlerinnen und hat mit ihrem Werk Wegweisendes geschaffen. Hershman Leeson, die sich zunächst der Performance-und Konzeptkunst zuwandte, begann ihre Karriere in den späten 1960er-Jahren. Ihre innovativen Arbeiten behandeln Themen, die mittlerweile als Schlüssel zu gesellschaftlichen Fragestellungen zu verstehen sind: Die Beziehungen zwischen Mensch und Maschine, die Konstruktion von Identität, Überwachung, die Beziehung des Realen zum Virtuellen sowie die Nutzung der Medien als Werkzeug gegen Zensur und politische Unterdrückung. Außerdem ist sie eine starke Stimme innerhalb der feministischen Bewegung.

 

 

 

Lynn Hershman Leeson, Reach aus der Serie Phantom Limb, 1987 Silbergelatineabzug auf Hadernpapier, Foto: Lynn Hershman Leeson © Lynn Hershman Leeson

 

 

Ihre bekannteste Werkreihe, »Roberta Breitmore« (1973–1978), wird bestimmt von der gleichnamigen Kunstfigur. Als eine Art Klon der Künstlerin wird deren Leben von 1973 bis 1978 in Echtzeit und in der realen Außenwelt inszeniert − Roberta Breitmore wird überwiegend von Hershman Leeson selbst verkörpert, aber auch teilweise simultan von drei anderen Frauen. Kunst und Wirklichkeit werden in dieser Figur ununterscheidbar miteinander verbunden. Mit Roberta Breitmore hat Hershman Leeson der Idee einer künstlerisch konstruierten Identität eine Form gegeben und damit die virtuellen Welten von »Second Life« um viele Jahre vorweggenommen.

 

 

Lynn Hershman Leeson, Shower, Filmstill aus Teknolust, 2002 Foto: Lynn Hershman Leeson
© Lynn Hershman Leeson

 

 

Das Themenspektrum, das Hershman Leeson durch ihre Kunstfigur Roberta Breitmore behandelt − es kreist um Identität und Sexualität, um das Verhältnis der Betrachterin zu ihrem individuellen Gegenüber, Interaktivität und Performativität − wurde von der Medienkünstlerin auch in vielen weiteren Werken aus anderen Perspektiven aufgegriffen und weiterentwickelt. So etwa bei dem ersten interaktiven Werk auf Videodisk, »Lorna« (1983-1984). Auch der Film »Teknolust« (2002) (u.a. mit Tilda Swinton) hat Cyber-Identität, künstliche Intelligenz, Klonen sowie die Entkopplung von Sexualität und menschlicher Fortpflanzung zum Thema. In ihren jüngsten Arbeiten bezieht Hershman Leeson nicht nur Roboter und Massenkommunikationsmittel wie Smartphones mit ein. Sie rückt beispielsweise mit der erstmals präsentierten Installation »Infinity Engine« (2014) auch neueste wissenschaftliche Entwicklungen auf dem Gebiet der Genetik und der regenerativen Medizin in den Fokus – einschließlich 3-D-Biodrucker, die Teile des menschlichen Körpers nachbauen können.

Die Ausstellung ist als Special Show im Rahmen der Triennale der Photographie Hamburg vom 18. bis 28. Juni 2015 zu sehen.

Deichtorhallen, Deichtorstrasse 1–2, Hamburg

 

 

 

13.06.2015 - 20.09.2015
Ausstellung Hamburg Der Faszination von Wasser in seinen wechselnden Erscheinungsformen sind Fotografen und Maler bis heute erlegeb. Die Ausstellung Über Wasser. Malerei und Photographie von William Turner bis Olafur Eliasson im Bucerius Kunst Forum stellt erstmals Fotografien und Gemälde von Wasser gegenüber.
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Über Wasser. Malerei und Photographie von William Turner bis Olafur Eliasson
Ausstellung Hamburg Der Faszination von Wasser in seinen wechselnden Erscheinungsformen sind Fotografen und Maler bis heute erlegeb. Die Ausstellung Über Wasser. Malerei und Photographie von William Turner bis Olafur Eliasson im Bucerius Kunst Forum stellt erstmals Fotografien und Gemälde von Wasser gegenüber.

Olafur Eliasson: Melting icee on Gunnar's Land, Island, 2008 © Olufar Eliasson, Photo by: Jens Ziehe, Berlin.
Courtesy of the artist and Neugerriemschneider, Berlin

 

Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrhunderten bis in die Gegenwart zeigt die Schau im Bucerius Kunst Forum, wie beide Medien um die adäquate Darstellung des Elements ringen und existentielle Themen verhandeln. Die 150 Leihgaben kommen aus international renommierten Sammlungen wie dem Musée d’Orsay, der Tate oder dem Victoria & Albert Museum.

 

Weegee (Arthr Felig): Frau, von enem Hydranten angespritzt, 1940er Jahre, Galerie Berinson, Berlin

 

 

Die Ausstellung beleuchtet das Verhältnis von Photographie und Malerei – eine Herangehensweise, die für den Zeitraum der gesamten Entwicklungsgeschichte der Photographie, von der Frühzeit bis zur Gegenwart, nach wie vor außergewöhnlich ist. Motiviert wird dieser Langzeit-Medienvergleich vom gemeinsamen Gegenstand in Gemälden und Photographien – dem Wasser in seinen wechselnden Erscheinungsformen: vom Tropfen, der Schneeflocke und Eisscholle über das stürzende, geschüttete oder fließende Wasser bis zu den spiegelnden und bewegten Wasseroberflächen, deren machtvollste Form die heranbrandende Welle ist.

Die Erscheinungsformen des Wassers als Regen, Schnee, Eis oder einzelne Tropfen zeigen Gemälde von Caspar David Friedrich und Yves Klein. Photographische Analysen von Wassertropfen nahmen Peter Keetman und Hermann Landshoff vor. Mit ihrer Nahsicht erlauben die mit der Kamera gewonnenen Abstraktionen einen Blick auf die Schönheiten einer Formenwelt, die der menschlichen Wahrnehmung nicht zugänglich ist. Diesen Abstraktionsprozess trieben Photographen des Neuen Sehens wie Albert Renger-Patzsch, Alfred Ehrhardt und Arvid Gutschow voran. Das Phänomen der Spiegelungen auf Wasseroberflächen haben Maler wie William Turner oder Claude Monet in vibrierende Farbflächen übersetzt, während heute Photographen wie Andreas Gursky der Wirkung von Reflexionen in großformatigen Abzügen zwischen malerischer Anmutung und dem Spiegel des Realen nachspüren.

Kuratiert ist die Ausstellung von Ulrich Pohlmann und Ortrud Westheider. Gezeigt werden rund 120 Photographien und rund 30 Gemälde.

Den zur Ausstellung im Hirmer Verlag erscheinenden Katalog stellen wir Ihnen in unserer Hitliste Fotobücher vor.

 

Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2, Hamburg

 

30.05.2015 - 04.10.2015
Ausstellung Winterthur Seit den 1970er Jahren haben sich auch Künstlerinnen und Künstler oft mit Tieren beschäftigt und traditionelle Darstellungskategorien hinterfragt, um so nicht nur die Beziehungen zwischen Mensch und Tier neu zu denken, sondern auch die eigene kreative Praxis. Beastly/Tierisch untersucht diese und andere Fragen anhand von Fotografien und Videos aus den letzten zirka zwanzig Jahren. Zu sehen im Fotomuseum Winterthur. 30.5. bis 4.10.2015
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Beastly/Tierisch
Ausstellung Winterthur Seit den 1970er Jahren haben sich auch Künstlerinnen und Künstler oft mit Tieren beschäftigt und traditionelle Darstellungskategorien hinterfragt, um so nicht nur die Beziehungen zwischen Mensch und Tier neu zu denken, sondern auch die eigene kreative Praxis. Beastly/Tierisch untersucht diese und andere Fragen anhand von Fotografien und Videos aus den letzten zirka zwanzig Jahren. Zu sehen im Fotomuseum Winterthur. 30.5. bis 4.10.2015

 

Revital Cohen/Tuur Van Balen
Sterile, 2014
C-Print, 69 x 46 cm
© Revital Cohen und Tuur Van Balen, London

 

 

Darstellungen von Tieren sind allgegenwärtig: auf Plakatwänden, in Zeitungen, Magazinen und Fernsehsendungen und natür-lich auf Hunderttausenden von Bildern, die jeden Tag neu ins Netz geladen werden. Die Menschen scheinen regelrecht besessen von Tierbildern. Gleichzeitig sind Tiere im Zusammenhang mit Artenschutzprogrammen, gentechnischen Experimenten oder rechtlichen Fragen auch immer wieder Gegenstand öffentlicher Kontroversen. Seit ein paar Jahren untersuchen die sogenannten Animal Studies das Verhältnis der Menschen zum Tierreich neu und hinterfragen insbesondere die lange vertretenen humanistischen Annahmen über die rein äusserlichen Beziehungen zwischen Tier und Mensch. In den Schriften von Jacques Derrida, Gilles Deleuze und anderen Post-Heideggerianern wird das Tier zu einer zentralen Figur für spekulative Untersuchungen, die mit radikalen neuen Gedanken zu Ethik und Handlungsmacht von Mensch und Tier aufwarten.

 

 

Nicolas Deveaux
5m80, 2013
Digitale Animation, 5.27 min.
© Nicolas Deveaux / Cube Creative Productions

 

 

Pieter Hugo
Gabazzini Zuo, Enugu, Nigeria, 2008
C-Print, 102 x 102 cm
© Pieter Hugo. Courtesy of Stevenson, Kapstadt und Johannesburg

 

 

Seit den 1970er Jahren haben sich auch Künstlerinnen und Künstler oft mit Tieren beschäftigt und traditionelle Darstellungskategorien hinterfragt, um so nicht nur die Beziehungen zwischen Mensch und Tier neu zu denken, sondern auch die eigene kreative Praxis. Beastly/Tierisch untersucht diese und andere Fragen anhand von Fotografien und Videos aus den letzten zirka zwanzig Jahren. In einer lebendigen und attraktiven Multimedia-Ausstellung kommen Werke von führenden schweizerischen und internationalen Künstler/innen und Fotograf/innen zusammen, darunter Nobuyoshi Araki, Sammy Baloji, Christoph Brünggel und Benny Jaberg, Balthasar Burkhard, Marcus Coates, Revital Cohen und Tuur Van Balen, Nicolas Deveaux, Charlotte Du-mas, Sam Easterson, Filip Gilissen, Stephen Gill, Jitka Hanzlová, Mishka Henner, Pieter Hugo, Peter Hujar, Anna Jermolaewa, Simen Johan, Erik Kessels, Elad Lassry, Jochen Lempert, Chris Marker, Pietro Mattioli, Katja Novitskova, Alessandra Sanguinetti, Moussa Sarr, Carolee Schneemann, Xu Tan und Xiaoxiao Xu. In der Galerie ist ergänzend dazu eine innovative Zusammenstellung mit nicht-künstlerischen Fotografien und Filmen zu sehen – darunter Bücher, alte Poster und eine grosse Menge von Bildern aus dem Internet.

Der Ausstellungsparcours beginnt mit Künstlern, die vertraute Arten der Tierdarstellung hinterfragen, insbesondere eine tradi-tionelle Perspektive, die (implizit und explizit) stets den Menschen ins Zentrum stellt: Sam Easterson setzt einem Gürteltier eine Kamera auf und hofft, so einer wahrhaft tierischen Sichtweise näherzukommen, während Jitka Hanzlovás konzentrierte und genaue Betrachtungen von Pferdekörpern einen egalitäreren Austausch zwischen Mensch und Tier nahelegen. Auch tierische Zusammenhänge gewinnen an Bedeutung, zum Beispiel in Gestalt von Vogelschwärmen wie im Film Following von Chris-toph Brünggel und Benny Jaberg. Die unheimlich menschlichen Tierporträts von Peter Hujar und Pietro Mattioli wiederum hin-terfragen die traditionelle Opposition von (menschlicher) Innerlichkeit und (tierischer) Oberfläche. Klassische Serien aus der Geschichte der Fotografie – Balthasar Burkhards Escargot – werden mit Beispielen eines neuen digitalen Erhabens kombiniert: Die Fotografien von Simen Johan oder Nicolas Deveaux? Film 5m80 scheinen die Tiere in einen reineren, möglicherweise post-humanistischen Zustand zu versetzen.

Es folgt ein Kapitel mit kritischerer Perspektive, in dem das Tier als Opfer menschlicher Ausbeutung erscheint, sei es durch Kon-trolle oder indem es zur Ware degradiert wird. Die Ausstellung untersucht, wie Tiere in menschliche Abläufe und Leiden-schaften verwickelt sind: Tiere werden eingesperrt, konsumiert, eingefangen oder anderweitig von der menschengemachten Tierindustrie verschlungen. Die schwindelerregenden Dimensionen der heutigen Landwirtschaftsindustrie zeigen sich in Mishka Henners Feedlot-Serie während Erik Kessels? Reihe mit gefundenen Fotografien (In Almost Every Picture) als ironischer Kom-mentar zum Tier auf unserem Speiseteller verstanden werden kann. Thematisiert wird auch das Haustier und in Carolee Schneemanns Infinity Kisses das Tier als Objekt menschlicher sexueller Begierde. Gleichzeitig hat das Tier immer öfter eine kritische Funktion, entweder als politische Allegorie oder politisch radikales Zeichen, mit dem zum Beispiel in Sammy Balojis Collagen die kolonialistische Unterdrückung hinterfragt wird. Moussa Sarrs Video L’étalon noir konfrontiert uns wiederum mit der These, dass womöglich eine Verdrängung unserer eigenen Animalität für solche Unterdrückungen verantwortlich ist.

Beastly/Tierisch interessiert sich aber auch für selbstreflexive Formen einer künstlerischen Kritik, vor allem im Bild des Tiers, dessen Status durch die Darstellung verändert wird. So zeichnet Elad Lassry die formalen Möglichkeiten nach, wie das Haustier zum visuellen Fetisch wird, während Jochen Lemperts präziser Blick auf die Mikrostruktur der fotografischen Oberfläche Fragen zur tierischen Verkörperung und Vielfalt aufwirft. Dabei werden die immer „tierischeren“ Positionierungen von zeitgenössischen Künstlern offengelegt, die eine bio-zentrische einer auf den Menschen zentrierten Perspektive vorziehen: Marcus Coates schafft quasi dreidimensionale Skulpturen, indem er seine eigenen makellosen Tierbilder, die er im Stil des National Geographic Magazins fotografiert hat, zerknüllt. Charlotte Dumas filmt in Anima ein schlafendes Pferd und suggeriert so nicht nur eine tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Tier, sondern schafft es sogar, das Menschliche fast ganz aus der Darstellung des Tiers verschwinden zu lassen. Die alte essentialistische Opposition zwischen Mensch und Tier wird so immer weiter aufgelöst, die Tiere erscheinen in diesen aktuellen künstlerischen Bildwelten als eigenständige kreative Wesen, die in unseren Fantasie-welten einen vom Menschen befreiten Raum erobern. Den Abschluss der Ausstellung bilden Werke, die sich um die tierische Zukunft drehen, einschliesslich der Möglichkeit, dass in unserer biotechnologisch und digital geprägten Gegenwart die tieri-schen Identitäten immer fabrizierter wirken. Revital Cohen und Tuur Van Balens neues Projekt Sterile mit künstlich hergestell-ten Fischen ohne Reproduktionsorgane suggeriert sogar das Ende einer wie auch immer gearteten sinnvollen Konzeption von „Natur“.

 

Fotomuseum Winterthur

 

 

In einer eigens dafür eingerichteten Galerie sind ausserdem nichtkünstlerische Fotografien und Filme aus verschiedenen alltäg-lichen Bildwelten zu sehen, in denen Tiere omnipräsent sind: auf Abbildungen in Büchern und Magazinen sowie auf Postern und Postkarten – und seit der Jahrtausendwende hauptsächlich als Bilder im Internet, das heute zu einem veritablen virtuellen Zoo geworden ist. Wie formiert sich das Tierische in dieser alltäglichen fotografischen Praxis heute neu? Die Galerie hat den Charakter eines Forschungslabors und Thinktanks. Die Zuschauer werden aufgefordert, sich aktiv mit diesen Bildern auseinan-derzusetzen. Ausserdem bieten wir ein ausführliches Workshop-Programm auch für Schulen an.

 

30.05.2015 - 11.10.2015
Fotoausstellung Winterthur. In Zusammenarbeit mit Keystone, dem Echtzeit Verlag und dem Photoforum PasquArt zeigt die Fotostiftung Schweiz erstmals eine umfangreiche Auswahl von Vergrösserungen der digitalisierten Negative von Jules Decrauzat. Der auf das Thema Sport fokussierte Teil aus dem Archiv des Fotoreporters genügt, um zu erkennen, dass Jules Decrauzat ein Könner und Wegbereiter war. Einer, der nicht nur aufregende Einzelbilder schuf, sondern auch seiner eigenen Epoche ein fotografisches Denkmal setzte. 30.5. bis 11.10. 2015
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Das Leben ein Sport Jules Decrauzat – Pionier der Fotoreportage
Fotoausstellung Winterthur. In Zusammenarbeit mit Keystone, dem Echtzeit Verlag und dem Photoforum PasquArt zeigt die Fotostiftung Schweiz erstmals eine umfangreiche Auswahl von Vergrösserungen der digitalisierten Negative von Jules Decrauzat. Der auf das Thema Sport fokussierte Teil aus dem Archiv des Fotoreporters genügt, um zu erkennen, dass Jules Decrauzat ein Könner und Wegbereiter war. Einer, der nicht nur aufregende Einzelbilder schuf, sondern auch seiner eigenen Epoche ein fotografisches Denkmal setzte. 30.5. bis 11.10. 2015

 

Autorennen des Automobil-Clubs der Schweiz, Rennstrecke Gilly-Burtigny, Kanton Waadt, 1912
© Keystone / Photopress-Archiv / Jules Decrauzat

 

 

Eine Entdeckung: rund 1’250 Glasnegative aus der Zeit zwischen 1910 und 1925, die im Archiv der Schweizer Bildagentur Keystone dem Zahn der Zeit getrotzt haben. Die Qualität dieser Fotografien war bekannt, doch die Umstände ihrer Entstehung lagen weitgehend im Dunkeln. Erst dank gründlichen Recherchen kann nun ein neues Kapitel der Schweizer Fotogeschichte geschrieben werden: Der in Biel geborene Jules Decrauzat (1879–1960), aus dessen umfangreichem Werk die Glasnegative stammen, ist wohl der erste bedeutende Fotoreporter der Schweiz. Seine Momentaufnahmen aus dem Bereich des Sports oder der frühen Luftfahrt treffen den Nerv der Gesellschaft an der Schwelle zur Moderne.

 

Decrauzats Biografie lässt sich heute nur noch in groben Zügen rekonstruieren. Der mittlere Sohn von Jules Decrauzat Senior und Estelle Adèle Lambelet wird am 16. März 1879 in Biel geboren, wo er auch seine Jugend verbringt. 1895 zieht die Familie nach Genf. Jules studiert an der Ecole des Arts Industriels Bildhauerei. Mit dem Diplom in der Tasche begibt er sich 1897 nach Paris, wo er seinen Lebensunterhalt zunächst als Bildhauer verdient, daneben aber auch Abendkurse an der Ecole Pathé besucht. Hier entdeckt er die jungen Medien des Films und der Fotografie sowie das neue Metier des Fotojournalismus. Besonders in der Möglichkeit, unmittelbar, dynamisch und intuitiv auf das Geschehen der Welt zu reagieren, erkennt er ein in der Presse noch wenig genutztes Potenzial. Die meisten Fotografien, die zu dieser Zeit gedruckt werden, wirken statisch und gestellt und sind kaum geeignet, einen lebendigen Eindruck zu vermitteln. Jules Decrauzat strebt nach einer anderen Art von Fotografie: ihm schweben Momentaufnahmen vor, das Festhalten bewegter Szenen und sekundenschnelles Handeln, um die entscheidenden Augenblicke einzufangen.

 

 

 

Motorradrennen in Genf (Kilomètre lancé), 1915
© Keystone / Photopress-Archiv / Jules Decrauzat

 



Flugversuch von Pierre Brasier, Genf, 1911
© Keystone / Photopress-Archiv / Jules Decrauzat

 

 

 

Im Jahr 1899 gelingt dem jungen Reporter im Umfeld des sogenannten Dreyfus-Prozesses in Rennes ein Coup: Bei einem Attentat auf den Anwalt von Alfred Dreyfus erwischt er den Täter in voller Aktion. Das Bild wird von der Zeitschrift L’Illustration teuer eingekauft und bildet den Auftakt zu einer internationalen Karriere – so jedenfalls schildert Jules Decrauzat selbst sein fotojournalistisches Debut. Im Jahr 1900 wird er nach Südafrika geschickt, um über den Burenkrieg zu berichten. In den folgenden Jahren reist er zuerst nach Südamerika, danach ist er als Fotoreporter für französische Medien in Europa unterwegs. 1910 folgt Decrauzat einem Ruf der in Genf erscheinenden Illustrierten La Suisse Sportive, für die er bis 1925 arbeitet. Anschliessend übernimmt er diverse organisatorische Aufgaben – als Präsident der Nationalen Sportkommission des ACS oder ab 1927 als Mitglied des Organisationskomitees des Genfer Automobilsalons. 1929 bis 1931 trifft man ihn wieder im Journalismus, als Redaktor der Wochenzeitschrift La Patrie Suisse, wo von ihm zahlreiche Bilder und Artikel erscheinen. Allerdings rückt der Sport nun in den Hintergrund. Decrauzat berichtet von Veranstaltungen wie dem Winzerfest in Neuchâtel oder dem Blumencorso in Locarno. Er informiert über Kunst- und Literaturausstellungen und liefert Beiträge für die Rubrik Curiosités Photographiques.

 

In den vierziger und fünfziger Jahren erscheinen Artikel von Jules Decrauzat im Journal de Genève; sie befassen sich hauptsächlich mit Autofragen oder stellen Neuigkeiten von den Salons von Genf und Paris vor. «Oncle Jules», wie ihn die Genfer mittlerweile liebevoll nennen, erweist sich weiterhin als guter Beobachter und angenehmer Causeur. Seine besten Jahre sind allerdings definitiv vorbei. Am 29. Juni 1960 stirbt der «Pionier der Photo-Reportage und der Sportbericht­erstattung», wie die Neue Zürcher Zeitung meldet – danach gerät sein Werk in Vergessenheit.

 

La Suisse Sportive

 

Der grösste Teil des Fotoarchivs von Jules Decrauzat, das gemäss einigen Quellen rund 80'000 Glasnegative umfasste, ist bis heute verschollen – oder wurde vernichtet. Nur rund 1,5 Prozent scheinen überlebt zu haben, allerdings lange Zeit als anonymer Bestand, der über Umwege zur Bildagentur Keystone in Zürich gelangte. Dieses Glasplatten-Archiv deckt die Jahre 1910 bis 1925 ab und stammt aus Decrauzats Tätigkeit bei La Suisse Sportive. Die 14-täglich erscheinende Sportzeitschrift – die erste der Schweiz – reagiert auf das rasch wachsende Interesse am Thema Sport, indem sie der Fotografie einen hohen Stellenwert einräumt und mit Jules Decrauzat wohl auch den ersten festangestellten Fotoreporter der Schweiz in die Redaktion einbindet. Decrauzats Wechsel von der politischen und gesellschaftlichen Berichterstattung zum Sport ist nachvollziehbar: Um 1910 gibt es kaum eine andere Domäne des öffentlichen Lebens, in welcher der Puls der Zeit besser zu spüren ist. Während sportliche Aktivitäten im 19. Jahrhundert hauptsächlich den privilegierten Kreisen vorbehalten sind, finden sie jetzt, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, immer mehr Anhänger in der breiten Bevölkerung. Nach englischem Vorbild werden auch auf dem Kontinent Veranstaltungen und Wettbewerbe organisiert, die dem Publikum Spektakel und Unterhaltung versprechen. Wer nicht selber Sport treiben kann, hat dank neuer Bildberichte in Zeitungen und Zeitschriften auch zu Hause die Möglichkeit, den Kampf um Sieg und Niederlage zu verfolgen oder die eigenen Helden zu küren. Die Sportpresse trägt wesentlich zur raschen Popularisierung des Sports bei; umgekehrt lassen Sportveran­staltungen und Champions die Auflagen in die Höhe schnellen. Die Zahlen sind eindrücklich: 1881 gibt es in Frankreich 21 Sportzeitungen und -zeitschriften, 1900 sind es bereits doppelt so viele. Im Jahr 1914 verkauft die französische Zeitschrift L’Auto, die das Thema Sport breit abdeckt, rund 40 Millionen Exemplare. Es ist bezeichnend, dass der Begriff «Sport» zu dieser Zeit breit gefasst wird, als Ausdruck und Symbol einer modernen, zukunftsorientierten Lebensauffassung. Selbst das Fotografieren gehört dazu, der «Photo-Sport», dem sich immer mehr Amateure verschreiben, da jetzt erschwingliche und leicht zu bedienende Apparate zur Verfügung stehen. Neben körperbezogenen Sportarten wie Fussball, Tennis, Boxen, Leichtathletik und Gymnastik geniessen vor allem technische Sportarten wie Fliegen, Autofahren und Motorradrennen grosse Aufmerksamkeit. Die Maschine, die mit Treibstoff auf Hochtouren gebracht wird, ist dabei nichts anderes als die mechanische Erweiterung und Perfektionierung des kraftstrotzenden Körpers.

 

Am Puls der Zeit

 

Das Leben ein Sport, lautet der Titel eines Fortsetzungsromans von Alfred Flückiger, der ab Januar 1930 in der Schweizer Illustrierten erscheint. Max, der Held dieser literarisch unbedarften Geschichte, hat beim Skilaufen eine Art Erleuchtung: «Durch den Sport hindurch offenbarte sich ihm das Leben [...]. Den Vorbereiteten, den Geübten, den Rastlosen, den Nimmermüden, den Starken, den Ausdauernden, den Jungen, den Sehnigen, den Flinken, den Fixen, den Gegenwärtigen, den Nichtreflektierenden, kurz: nur den ganz hingepfiffenen Kerlen gehört die Welt! Jawohl! Kreuzdonnerwetter! – Das Leben ein Sport!» Der Titel von Flückigers «Sportnovelle» passt auch auf Jules Decrauzats Sportbilder: Tempo­rausch, Körperkult und ein neuer Lebensstil, von Decrauzat meisterhaft dargestellt, geben einen tiefen Einblick in die damalige Gesellschaft an der Schwelle zur Moderne – und in Themen, die uns auch heute noch beschäftigen.

 

Zur Ausstellung erscheint das Buch Jules Decrauzat. Der erste Fotoreporter der Schweiz im Echtzeit Verlag, Basel. Gebunden, 240 Seiten, mit ca. 100 doppelseitigen Fotografien und einem Essay zu Biografie und Werk 45 Euro

 

Fotostiftung Schweiz, Grüzenstraße 45, Winterthur

 

 

 

28.05.2015 - 19.09.2015
Fotoausstellung Salzburg Im Sommer letzten Jahres fotografierte der bekannte Porträtfotograf Jim Rakete das komplette Ensemble des Wiener Burgtheaters. Die dabei entstandenen 77 Arbeiten werden jetzt von der Leica Galerie auf Schloss Arenberg gezeigt. 28.5. bis 19.9.2015
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Jim Rakete - Die Burg Innenleben
Fotoausstellung Salzburg Im Sommer letzten Jahres fotografierte der bekannte Porträtfotograf Jim Rakete das komplette Ensemble des Wiener Burgtheaters. Die dabei entstandenen 77 Arbeiten werden jetzt von der Leica Galerie auf Schloss Arenberg gezeigt. 28.5. bis 19.9.2015

 

 

Jim Rakete ist einer der renommiertesten Porträtfotografen der Gegenwart. Seit über 40 Jahren treffen wir in seinen Bildern die Größen der deutschsprachigen und internationalen Musik- und Filmszene, die er oft schon zu Beginn ihrer Karriere, noch vor dem großen Durchbruch, vor seine Kamera holte.

Im Sommer letzten Jahres fotografierte Rakete das komplette Ensemble des Burgtheaters in siebenundsiebzig aufeinanderfolgenden Porträtbegegnungen. Als Ort diente dazu wochenlang eine abseits gelegene, mit wenigen Requisiten ausgestattete Probebühne im dritten Rang des Theaters, nur ein paar Schritte von der Gemäldegalerie der Burg entfernt. Die dabei entstandenen siebenundsiebzig Arbeiten sind ab 28. Mai in der Ausstellung JIM RAKETE. DIE BURG. INNENLEBEN im Schloss Arenberg zu sehen.

Die Porträts, fotografiert mit der Leica M Monochrom, sind ein Blick in das Innenleben des größten deutschsprachigen Theaters in Schwarzweiß. Wie bei den Proben zu einem Kammerspiel begegnet man den SchauspielerInnen und Schauspielern der Burg auf Augenhöhe und wie in den besten Bühneninszenierungen vermischen sich Persönlichkeit und Rolle der Darstellenden zu einer wahrhaftigen Performance.

 

 


Jim Rakete, 1951 in Berlin geboren, begann bereits während seiner Schulzeit als Fotoreporter für Tageszeitungen, Magazine und Agenturen zu fotografieren. Schwerpunkt war zunächst die Musikszene. Schon damals portraitierte er Stars wie Jimi Hendrix, Ray Charles, Mick Jagger und David Bowie.

Von 1977 – 1986 führte er in Berlin Kreuzberg das Kreativlabor „Fabrik“. Hier entstanden nicht nur die Plattencover vieler Musiker der Neuen Deutschen Welle, Jim Rakete übernahm auch das Management von Künstlern wie der Nina Hagen Band, Spliff, Nena, Die Ärzte und Interzone.

1986 gewann seine Liebe zur Photographie wieder Oberhand. Seither hat er zahlreiche Größen der deutschen und internationalen Musik- und Filmbranche portraitiert, unter anderem Max Riemelt, Iris Berben, Jürgen Vogel, Natalie Portman, Quentin Tarantino und Joe Jackson.

 

 

In den 90er Jahren pendelte er zwischen Hamburg und Los Angeles, fotografierte und drehte als Director of Photography Musikvideos und Werbespots um 2001 nach Berlin zurückzukehren. Nachdem er hier durch das Magazin "Cicero" die Gelegenheit erhielt, sein großes Interesse für Menschen und Politik zu verbinden, fotografierte er immer wieder Politiker, wie den ehemaligen Bundeskanzler Gerhardt Schröder, Franz Müntefering und Otto Schily.
"Man kann die Wirklichkeit nicht einfach abbilden. Wahrheit, das ist eine Haltung". Seine Bilder und die mit ihnen verbundene konsequente Haltung haben ihn zu einem der bekanntesten deutschen Portrait-Fotografen gemacht.

Er lebt in Berlin und arbeitet von dort aus weltweit mit dem Fokus auf Film, Theater, Musik und Bildende Kunst

Die in zwei Formaten gezeigten Porträts sind in geringer Stückzahl limitiert und käuflich zu erwerben.

 

Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, Salzburg

 

 

 

29.04.2015 - 06.09.2015
Fotoausstellung Wien . Weltbekannt wurde der österreichischer Fotograf Erich Lessing durch sein Foto des Österreichischen Staatsvertrages mit Leopold Figl und den alliierten Außenministern auf dem Balkon des Belvedere. Eine Auswahl seiner Bilder ausgewählt von seiner Tochter Hannah zeigt das Jüdische Museum. 29. April bis 6. September 2015
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Lessing zeigt Lessing
Fotoausstellung Wien . Weltbekannt wurde der österreichischer Fotograf Erich Lessing durch sein Foto des Österreichischen Staatsvertrages mit Leopold Figl und den alliierten Außenministern auf dem Balkon des Belvedere. Eine Auswahl seiner Bilder ausgewählt von seiner Tochter Hannah zeigt das Jüdische Museum. 29. April bis 6. September 2015

Österreichs Außenminister Leopold Figl zeigt der begeisterten Menschenmenge den österreichischen Staatsvertrag, 1955 © Erich Lessing/bildrecht.at

 

Erich Lessing wurde 1923 als Sohn einer jüdischen Familie in Wien geboren. Lessing erlebte die Deportation seiner Familie, ihm selbst gelang die Flucht nach Palästina, wo er in verschiedenen Berufen arbeitete. 1945 kehrte er zuück nach Wien, lernte er seine Frau kennen, die als Journalistin bei Associated Press arbeitete. Über sie wurde er dort Fotoreporter. Ab 1951 war er Mitglied der bei Magnum Photos. Für die Ausstellung hat seine Tochter Hannah Lessing, Generalsekretäring des Österreichischen Nationalfonds, eine persönliche Auswahl von Bildern ihres Vaters getroffen. Die Ausstellung zeigt eine sehr privaten Einblick in die Arbeit von seinen politischen Dokumentatfotos bis zu den Girls of the Sixties.

 

Ein Bahnsteig des Wiener Westbahnhofs, 1953 © Erich Lessing/bildrecht.de

 

Westdeutschlands Kanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Hochkommisar in Deutschland André-Francois Poncet spazieren Richtung Eiffelturm während Adenauers erstem Parisbesuch, 1951

 

 

Jüdisches Museum Wien, Dorotheegasse 11, Wien

 

 

23.04.2015 - 04.10.2015
Fotoausstellung München . Eadweard Muybridge zählt zu den Pionieren der Bewegungsfotografie. Seine Bilder eines galoppierenden Pferdes werden weltberühmt. Aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde zeigt die Pinakothek der Moderne Sammlung Moderne Kunst 22 Werke. Bis 4.10.2015
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Eadweard Muybridge. Animal Locomotion
Fotoausstellung München . Eadweard Muybridge zählt zu den Pionieren der Bewegungsfotografie. Seine Bilder eines galoppierenden Pferdes werden weltberühmt. Aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde zeigt die Pinakothek der Moderne Sammlung Moderne Kunst 22 Werke. Bis 4.10.2015

Eadweard Muybridge | Striking a blow with right hand (Modell: Ben Bailey), aus “Animal Locomotion”, 1887
Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne München

 

Der britische Fotograf und Fotopionier Eadweard Muybridge (1830-1904) machte sich einen Namen mit Studien menschlicher und tierischer Bewegungsabläufe. Mit Hilfe eines komplexen Versuchsaufbaus und innovativer Kameratechnik gelang es ihm erstmals in der Geschichte der Fotografie, den Bewegungsablauf eines galoppierenden Pferdes in einer Serie von Einzelfotografien festzuhalten. 1887 veröffentlichte er das epochale Tafelwerk »Animal Locomotion«, das in 781 Bildfolgen Mensch und Tier in Bewegung zeigt. Es zählt zu den Meilensteinen der Fotografiegeschichte und fungiert bis heute als markanter Bezugspunkt für Wissenschaft und Kunst.
Die Präsentation zeigt eine Auswahl von 22 Tafeln aus Eadweard Muybridges »Animal Locomotion« aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde.

 

Pinakothek der Moderne, Kunstareal, Barerstraße, München

 

18.04.2015 - 01.05.2016
Ausstellung Essen . In Zusammenarbeit mit der Münchner Sammlung Goetz wird das Folkwang Museum ab April 2015 im monatlichen Wechsel 12 Videos und Filme von wichtigen zeitgenössischen Künstlern wie Stan Douglas, Jesper Just, William Kentridge, Sarah Morris oder dem Künstlerduo Teresa Hubbard und Alexander Birchler gezeigt.
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Sammlung Goetz 12 Monate / 12 Filme – Erkundungen im Raum
Ausstellung Essen . In Zusammenarbeit mit der Münchner Sammlung Goetz wird das Folkwang Museum ab April 2015 im monatlichen Wechsel 12 Videos und Filme von wichtigen zeitgenössischen Künstlern wie Stan Douglas, Jesper Just, William Kentridge, Sarah Morris oder dem Künstlerduo Teresa Hubbard und Alexander Birchler gezeigt.

Stan Douglas "Journey Into Fear, 2001, 1-Kanal-Videoinstallation (Farbe, Ton)
Courtesy Sammlung Goetz, Medienkunst, München © Stan Douglas

 


 
Die Filme führen an Orte, die jenseits der Leinwand liegen. Es entsteht eine zwölfmonatige Reise durch Stadträume, Innenräume, unheimliche Räume. Starten wird die Reihe mit Hans Op de  Beecks Staging Silence (2) aus dem Jahr 2013. Die Arbeit führt den Zuschauer in die magische Welt des Setdesigns ein, in die Schaffung künstlicher Welten.  Eine Ausstellung in Kooperation mit der Sammlung Goetz, München.
 
Viele zeitgenössische Medienkünstler beschäftigen sich mit besonderen Orten und Räumen. Wie für einen Kinofilm entwerfen sie Filmsets, Bühnen für die Handlungen ihrer Protagonisten. So entstehen eigene Kunstinstallationen, die nur für die Dauer des Filmdrehs existieren, wie das Holzhaus in dem Film Single Wide (2002) von Teresa Hubbard. Oder sie suchen für ihre Filme besondere Orte, die wie im Film A Voyage in Dwelling (2008) von Jesper Just Geschichten erzählen, während die Menschen darin schweigen. In anderen Filmen werden diese Orte wiederum zu den eigentlichen Protagonisten. Staging Silence (2) von Hans Op de Beeck wandelt auf dem schmalen Grad zwischen Täuschung und Enttäuschung. Ähnlich wie im Theater wird die Illusion auf eine Art und Weise erzeugt, sodass sie als solche entlarvt werden kann. Op de Beeck kreiert mit seinem Werk Bühnenbilder – Räume für mögliche Geschichten, die der Betrachter in seiner Imagination immer wieder neu bespielen kann.
 

Jesper Just "A Voyage in Dwelling, 2008,
Courtesy Sammlung Goetz, Medienkunst, München © The Artist


Die Sammlung Goetz ist eine international bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst in München. Sie wurde 1993 von der Sammlerin Ingvild Goetz gegründet und umfasst die gesamte mediale Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen. Einen Schwerpunkt bildet die Medienkunst. Mit einem Bestand von mehr als 500 Werken von circa 170 Künstlern gehört sie heute weltweit zu den wich-tigsten ihrer Art. Für ein Jahr wird in einer Kooperation des Museum Folkwang mit der Sammlung Goetz jeden Monat im Wechsel ein Film eines anderen Künstlers in den Ausstellungsräumen des Museums präsentiert.

 

15.04.2015 - 20.09.2015
Fotoausstellung Wien . In den Jahren von 1991 bis 1993 fand Christine de Grancy Zugang zu der geheimnisvollen Welt der iranischen Juden in Wien und dokumentierte deren Leben in interessanten Bildern. Ausgestellt werden die Bilder im Jüdischen Museum vom 15.4. bis 20. 9. 2015
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Christine de Grancy - Transit. Die Iraner in Wien
Fotoausstellung Wien . In den Jahren von 1991 bis 1993 fand Christine de Grancy Zugang zu der geheimnisvollen Welt der iranischen Juden in Wien und dokumentierte deren Leben in interessanten Bildern. Ausgestellt werden die Bilder im Jüdischen Museum vom 15.4. bis 20. 9. 2015

 

Albert Misak und Edek Bartz zu Gast beim Laubhüttenfest, 1991 © Christine de Grancy

 

 

Über geheime Wege wurden nach der islamischen Revolution im Iran 1979 aus dem Land geschleust. Auf ihrem Weg in die USA oder nach Israel war Wien oftmals die Transitstation und die Synagoge in der Großen Schiffgasse 8 in Wien die religiöse Anlaufstelle der Iraner. Der dort wirkende Rabbiner  Schmuel Aharon Pressburger  und sein Sohn Michoel Pressburge nahmen sich der verfolgten und vertriebenen Juden an. Sie gaben ihnen vor ihrer Weiterreise das Gefühl von Heimat und Geborgenheit. Die Fotografin Christine von Grancy bekam in den Jahren 1991 bis 1993 Zugang zu dieser verborgenen und atemberaubenden Welt und dokumentiert das Leben der iranischen Juden in Wien.

 

Albert Schmuel Aharon und sein Sohn Michoel Pressburger © Christine de Grancy

 

Jüdisches Museum Wien, Judenplatz, Wien

 

15.04.2015 - 28.09.2015
Fotoausstellung Hürth-Kalscheuren . Den spektakulären Ort der Böhm Chapel bei Köln nutzt die Galerie Jablonka als Ausstellungsort. Vom 15.4. bis 28.9.2015 werden dort die großformatigen Arbeiten des preisgekrönten Portfolios "Service" von Platon ausgestellt, der vor allem mit seinen Porträts prominenter Zeitgenossn wir Barack Obama, Vladimir Putin oder Muhammad Alir bekannt wurde.
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Platon: Service
Fotoausstellung Hürth-Kalscheuren . Den spektakulären Ort der Böhm Chapel bei Köln nutzt die Galerie Jablonka als Ausstellungsort. Vom 15.4. bis 28.9.2015 werden dort die großformatigen Arbeiten des preisgekrönten Portfolios "Service" von Platon ausgestellt, der vor allem mit seinen Porträts prominenter Zeitgenossn wir Barack Obama, Vladimir Putin oder Muhammad Alir bekannt wurde.


 

Tactical training Hummer at Medina Wasl, mock Iraqi village at Ft. Irwin, California, 2008. © Platon

 

Ob Woody Allen, George W. Bush oder Edward Snowden - die Liste der  Prominenz ist lang, die schon vor der Kamera des britischen Fotografen Platon posierten. Die Galerie Jablonka zeigt jetzt eine gänzlich andere Facette seines Werks. Es war im Jahr 2008 in demPlaton einen mehrjährigen Vertrag mit dem New York abschloss und damit die Nachfolge des legendären Fotografen Richard Avedon antrat. Seine erste insgesamt 70 Schwarzweißarbeiten umfassende Fotoreportage "Service" (Wehrdienst) war nicht nur eine Auftragsarbeit, sondern eine Hommag an die Männer, Frauen und deren Familien, die ihrem Land dienten.

 

 

Seaman Jeremiah Lineberry, just after lowering the flag aboard the U.S.S. San Antonio,
as he prpares for his first deployment, 2008 © Platon

 

 

Specialist Patrick Quinn training in his night vision goggles at Ft. Irwin, California, 2008 © Platon

 

 

Veröffentlicht wurde die Bilderserie  wenige Wochen vor Barack Obamas  erster Wahl zum Präsidenten und hatte eine historische Auswirkung auf der Ergebnis der Wahl. Unter anderem war auch General Colin Powell tief bewegt von den Bildern und unterstützte als Republikaner  den Demokraten in der Hoffnung, Obama würde für mehr Respekt und Toleranz in der Gesellschaft stehen.

 

Elsheba Khan at the grave of her son, Specialist Kareem Rashad Sultan Khan, in Section 60 of Arlington National Cemetery in Arlington, Virginia, 208 © Platon

 

 

Platon, 1968 in London geboren, heißt mit vollen Namen Platon Antoniou und ist Sohn einer Engländerin und eines griechischen Vaters. Bekannt wurde er vor allem auch durch seinen 2011 veröffentlichen Fotoband „Platon – Portraits of Power“, das Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zeigt.

 

Seit Herbst 2010 wird  die Böhm Chapel als exklusiver Ausstellungsraum der Galerie Jablonka für moderne Kunst genutzt. Bewusst wird dabei auf Ausstellungssysteme, Zwischenwände und Einbauten verzichtet, die Exponate hängen ausschließlich in den fünf verfügbaren Konchen oder stehen frei im Raum.

 

Böhm Chapel, Hans-Böckler-Straße 170, Hürth-Kalscheuren

11.04.2015 - 01.09.2015
Fotoausstellung Erfurt. Anlässlich des 70 Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald thematisiert die Fotoarbeit von Janus Spiegler im Erfurter Erinnerungsort Topf und Söhne, den schmalen Grat zwischen Verantwortung und Verbrechen. Bis 11. April 2015
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"Landschaft mit Campanile I"
Fotoausstellung Erfurt. Anlässlich des 70 Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald thematisiert die Fotoarbeit von Janus Spiegler im Erfurter Erinnerungsort Topf und Söhne, den schmalen Grat zwischen Verantwortung und Verbrechen. Bis 11. April 2015


 

Zwischen Nationaltheater und KZ: Die Fotoarbeit von Janus Spiegler bringt durch Blickwinkel Schauplätze der Kultur und Unkultur in Zusammenhang und fördert 70 Jahre nach Kriegsende die Erinnerungskultur. Anlässlich des 70. Jahrestags des Kriegsendes und der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald öffnet im Erfurter Erinnerungsort Topf und Söhne die Fotoausstellung "Landschaft mit Campanile I": Gezeigt wird ab dem 11. April eine Serie von Schwarz-Weiß-Fotografien, die den schmalen Grat zwischen Verantwortung und Verbrechen thematisiert. Monatelang hat dafür Aribert Janus Spiegler fotografisch der Frage nachgespürt, wie nah das Grauen sein konnte - ohne das es gesehen werden wollte.

 

In seinem Fotoprojekt setzt Spiegler Orte wie das Deutsche Nationaltheater Weimar oder das Erfurter Augustinerkloster direkt in Verbindung mit dem Mahnmal für die Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald, dem Campanile, den Glockenturm am Ettersberg. Allein durch den Blickwinkel bilden die Motive neue, unbekannte Sicht- und Kontextachsen zwischen Orten der Hochkultur und der Barbarei. Dadurch erscheint nicht nur das Gewohnte in neuem Licht. Vielmehr verbinden sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu der Frage, ob sich ein solches Grauen wiederholen kann.

 

 

 

Der Ettersberg mit dem Glockenturm ist im gewohnten Umfeld der Ebene einer Stadt wie Erfurt und Weimar meist nicht zu sehen. Erst durch die Wahl eines geeigneten Standortes rückt er ins Bild. In allen Fotografien treten bekannte Orte in eine optische Beziehung mit dem Turm und damit in eine Kommunikation. Der immer wieder in diesen Landschaften sichtbar werdende Campanile schärft die Wahrnehmung für die Nähe jener Orte, die uns sowohl mit Stolz erfüllen als auch mit Scham und Trauer. "Im Laufe der Arbeit ist mir selbst immer wieder aufs Neue klar geworden, wie nah dieser Ort gewesen ist. Man musste ihn damals nur sehen wollen - genauso wie heute", erklärt Spiegler.

Im Fokus der Arbeiten stehen in Weimar unter anderem das Deutsche Nationaltheater, die Viehauktionshalle und die durch Lyonel Feininger bekannt gewordene Kirche von Gelmeroda. In Erfurt ist es etwa die Predigerkirche, der Wirkungsort des bedeutenden Theologen und Philosophen Meister Eckhart. Auch das Augustinerkloster, in dem Martin Luther wirkte, erscheint spätestens jenen Betrachtern in neuem Bild, die um die judenfeindliche Sichtweise des Reformators wissen. "Erst die Wahl eines nicht alltäglichen Kamera-Standortes erlaubte es, den Campanile stets ins Blickfeld zu rücken. Darin liegt aus meiner Sicht eine große Chance, das Interesse von Betrachtern an unserem Kulturerbe, das untrennbar auch mit dem Terror auf dem Ettersberg verbunden ist, zu sensibilisieren, ganz im Sinne einer Erinnerungskultur", sagt Spiegler.

Die Foto-Serie will nicht den moralischen Zeigefinger heben. Vielmehr will der Fotokünstler zeigen, "wie sich unser Leben - im Bewusstsein unseres zwiespältigen Kulturerbes - am Fuße des Ettersberges gestaltet." Die Arbeit soll ein Offerte an den Betrachter der Fotos sein, Schmerz und Scham und den Wunsch nach dem Vergessen des Geschehenen in Verantwortung zu verwandeln - in eine Verantwortung für Gewaltlosigkeit, für ein Mitgefühl und die Wertschätzung sowie für die Bereitschaft zur Solidarität gegenüber anderen Menschen. Gezeigt werden in der Ausstellung ein gutes Dutzend Aufnahmen, zunächst mit Motiven aus Erfurt.

 

04.04.2015 - 30.11.2015
Fotoausstellung Stimmungsvolle Motive in ganz eigener Art fotografisch umzusetzen, das ist es was die Bilder von Heiko Westphalen auszeichnet. Ob es Segelschiffe oder eine Ansammlung von Möwen sind, immer werden bei dem Fotografen kleine Kunstwerke aus ganz normalen Motiven. In der Galerie Nr. 10 auf dem Putbrese Hof im schleswig-holsteinischen Ulsnis werden die Bilder bis Ende November ausgestellt.
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Heiko Westphalen - Die besondere Fotografie
Fotoausstellung Stimmungsvolle Motive in ganz eigener Art fotografisch umzusetzen, das ist es was die Bilder von Heiko Westphalen auszeichnet. Ob es Segelschiffe oder eine Ansammlung von Möwen sind, immer werden bei dem Fotografen kleine Kunstwerke aus ganz normalen Motiven. In der Galerie Nr. 10 auf dem Putbrese Hof im schleswig-holsteinischen Ulsnis werden die Bilder bis Ende November ausgestellt.

 

 

In der Galerie Nr. 10 auf dem Putbrese Hof werden 24 Bilder von Heiko Westphalen ausgestellt. Nicht die bloße Abbildung der „Alltagswelt“ ist das Ziel von Heiko Westphalen, sondern er interpretiert und verfremdet seine Motive. Die grundlegenden Elemente sind Farbe und Struktur. Oft bekommen einzelne Bereiche im Bild eine intensive Farbigkeit - Westphalen setzt Akzente mit starken Komplementärkontrasten. Ein weiteres Element der Verfremdung ist die starke Strukturierung der Bildoberfläche. Sie scheint von zahllosen Kratzern durchkreuzt, richtungslos, scheinbar wahllos -ohne jedoch die innere Klarheit und Ordnung im Bild zu zerstören.


 

 

 

 

 

 

 

Heiko Westphalen, 1958 geboren, hat sich sein Leben lang für Fotografie begeistert. Heiko Westphalen hat von der Pieke auf  das grafische Gewerbe gelernt. Mehr als 35 Jahre lang hat er in den verschiedensten Sparten des grafischen Gewerbes gearbeitet. Ein Schwerpunkt seiner beruflichen Tätigkeit blieb auch nach einer beruflichen Neuorientierung die Druckerei und der daraus resultierende Umgang mit Bildmaterial.

Seit 15 Jahren arbeitet Heiko Westphalen als Gruppenleiter im Spektrum bei der Mürwiker Werkstätten GmbH, einer Einrichtung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

 

 

 

 

 

Galerie Nr. 10, Putbrese Hof, Ulsnis

 

 

 

 

 

28.03.2015 - 13.09.2015
Fotoausstellung Bonn . Karl Lagerfeld gehört zu den berühmtesten Modedesignern der Welt und ist eine Ikone des Zeitgeists. Mit der Ausstellung beleuchtet die Bundeskunsthalle umfassend den Modekosmos von Karl Lagerfeld und zeigt damit ein Kapitel der Modegeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Bis 13.9.2015
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Karl Lagerfeld - Modemethode
Fotoausstellung Bonn . Karl Lagerfeld gehört zu den berühmtesten Modedesignern der Welt und ist eine Ikone des Zeitgeists. Mit der Ausstellung beleuchtet die Bundeskunsthalle umfassend den Modekosmos von Karl Lagerfeld und zeigt damit ein Kapitel der Modegeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Bis 13.9.2015

 

 Chanel Haute Couture, Frühling/Sommer 2009. Foto © Karl Lagerfeld

 

Karl Lagerfeld ist mehr als einer der weltberühmtesten Modedesigner. Über eine Zeitspanne von 60 Jahren – von 1955 bis heute – war er stilprägend für so manche Strömung der jeweiligen Zeit. Lagerfeld arbeitet seit Beginn seiner Karriere für Luxusmodehäuser wie Balmain, Patou, Fendi, Chlo, Karl Lagerfeld und Chanel. Seit 1983 ist er künstlerischer Direktor und Chefdesigner von Chanel. Für das italienische Modehaus Fendi entwirft Karl Lagerfeld bereits seit 1965 regelmig zwei, neuerdings vier Kollektionen pro Jahr, ohne von der Firma Karl Lagerfeld zu sprechen.

 

 

 Chanel Haute Couture, Herbst/Winter 2010/2011. Foto © Karl Lagerfeld

 

Karl Lagerfeld hat Klassiker wie das Chanel-Kostüm durch unkonventionelles Design der Zeit angepasst und hat sich bereits früh neben der Haute Couture dem jüngeren Prêt à porter zu gewandt. Dort sah er in den frühen 1960er Jahren die eigentliche Zukunft der Mode, die tragbarer werden sollte: „Mode ist erst Mode, wenn sie auf die Strasse geht“, ist seine Meinung. Neben seinen Entwrfen für Kleider und Kostme kreiert der Designer auerdem Accessoires aller Art, die er auf seine Kollektionen abstimmt. 2004 ist er der erste namhafte Designer, der für das schwedische Textilunternehmen H&M eine exklusive Linie entwirft – ein Erfolgskonzept, das die Firma daraufhin mit Modeschpfern wie Stella McCartney, Comme des Garons oder Versace fortsetzt.

 

 

 

Chanel Ready-to-Wear, Frühling/Sommer 2011 Foto © Karl Lagerfeld

 

 

Die „Modemethode“, das Prinzip von Karl Lagerfeld, ist eine Gesamtkonzeption: Von den ersten Entwurfsskizzen bis zum fertigen Kleidungsstck, von den Accessoires ber die Architekturkulisse und Musik der Modenschau bis zu den Fotos und dem Grafik-Design für Presse, Werbung, Katalog und Schaufensterdekoration entstammt jedes Detail demKopf und der Hand des Designers selbst.

 

Karl Lagerfeld, Selbstporträt 2013 © Karl Lagerfeld

 

 

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Friedrich Ebert-Allee 4, Bonn

 

14.03.2015 - 27.09.2015
Ausstellung Bremen . Von der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts bis hin zu aktuellsten Positionen der Gegenwartskunst reichen die Motive der Ausstellung in der Weserburg, Bremens Museum für moderne Kunst. Neben Malerei werden auch historische und zeitgenössische Fotografien sowie Videoarbeiten gezeigt. Bis 27.9.2015
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Land in Sicht - 400 Jahre Landschaftsbilder
Ausstellung Bremen . Von der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts bis hin zu aktuellsten Positionen der Gegenwartskunst reichen die Motive der Ausstellung in der Weserburg, Bremens Museum für moderne Kunst. Neben Malerei werden auch historische und zeitgenössische Fotografien sowie Videoarbeiten gezeigt. Bis 27.9.2015

Almut Linde, Landschaft/Feuerpause, 2008, Privatbesitz

 

Landschaftsbilder waren schon immer Ausdruck gesellschaftlicher Vorstellungen. Sie erzählen auf eindrückliche Weise von unseren Sehnsüchten, Träumen und Ängsten. Wer sie zu lesen versteht, wird die Welt mit neuen Augen sehen. Spätestens seit Beginn der ökologischen Diskussion ist ein unbeschwertes Erleben von Natur kaum noch denkbar. Natur wird zum moralischen Gegenbild der eigenen Kultur. Aber auch politische und soziale Missstände rücken ins Blickfeld. Der deutsche Künstler Anselm Kiefer bringt es auf den Punkt: „Es gibt keine Landschaft, die völlig unschuldig ist.“

 

 

Richard Mosse, Thousands Are Sailing II, North Kivu, 2012, courtesy of the artist, Galerie Carlier Gebauer an Jack

 

Die Weserburg, Bremens Museum für moderne Kunst, zeigt mit ihrer großen Sonderausstellung über 100 Landschaftsbilder aus vier Jahrhunderten. Von Gustave Courbet bis Roy Lichtenstein, von Joos de Momper bis Gerhard Richter entfaltet sich ein eindrucksvolles Panorama. Es reicht von der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts bis hin zu aktuellsten Positionen der Gegenwartskunst. Neben Malerei werden auch historische und zeitgenössische Fotografien sowie Videoarbeiten gezeigt. Das scheinbar Bekannte erfährt in der thematischen Gegenüberstellung von Alt und Neu eine überraschende Aktualität und Neubewertung, während Zeitgenössisches in seiner historischen Dimension verstanden werden kann.

„Pierre Bonnard, Gustave Courbet und Jan van Goyen haben mit Stan Douglas, Gerhard Richter und Richard Mosse etwas Grundlegendes gemeinsam, das es neu zu entdecken gilt: Sie zeigen uns ihren Blick auf die Welt, welcher sich am Ende als Blick auf uns selbst erweist“, erklärt Peter Friese, geschäftsführender Direktor der Weserburg. 

 

13.02.2015 - 06.09.2015
Ausstellung Hamburg MKG Museum für Kunst und Gewerbe . Tattoos sind weit mehr als ein Massenphänomen und kultiges Modeaccessoire. Sie erzählen persönliche Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeit, schmücken, heilen und schützen, faszinieren oder stoßen ab. Die Ausstellung Tattoo zeigt mit Fotografien, Farbholz­schnitte, Gemälde und Skulpturen, Videoarbeiten und Audioinstallationen sowie Vorlageschablonen und historische Hautpräparate erstmals das breite Spektrum dieser alten und noch immer sehr lebendigen Kulturtechnik im Fokus von Kunst und Design. 13.2. bis 6.9.2014
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Tattoo
Ausstellung Hamburg MKG Museum für Kunst und Gewerbe . Tattoos sind weit mehr als ein Massenphänomen und kultiges Modeaccessoire. Sie erzählen persönliche Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeit, schmücken, heilen und schützen, faszinieren oder stoßen ab. Die Ausstellung Tattoo zeigt mit Fotografien, Farbholz­schnitte, Gemälde und Skulpturen, Videoarbeiten und Audioinstallationen sowie Vorlageschablonen und historische Hautpräparate erstmals das breite Spektrum dieser alten und noch immer sehr lebendigen Kulturtechnik im Fokus von Kunst und Design. 13.2. bis 6.9.2014

Porträt von Maud Stevens Wagner, Tattoo Künstlerin, USA, 1877-1961
Foto: Library of Congress, Washington

 

 

Ein Schwer­punkt der Ausstellung liegt auf der wechselseitigen Beeinflussung von Kunst, traditioneller Tätowierpraxis und visueller Gestaltung. Tattoo zeigt über 250 Arbeiten aus dem späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart: Darunter Fotografien, Farbholz­schnitte, Gemälde und Skulpturen, Videoarbeiten und Audioinstallationen sowie Vorlageschablonen und historische Hautpräparate. Tätowiergeräte von einfachen Naturwerkzeugen bis zu filigranen Präzisionsmaschinen, Farben und Pig­mente vermitteln ein Bild von der handwerklichen Praxis. Mit der Schau blickt das MKG auch zurück auf die traditions­reiche Geschichte der Hamburger Tattoo-Szene, deren Wiege im Hafenmilieu des späten 19. Jahrhunderts zu finden ist. Bisher unveröffentlichte historische Fotografien dokumentieren die typischen Tätowierungen der Hamburger Arbeiter­schaft um 1890. Tattoo-Legenden wie Christian Warlich („der König der Tätowierer“) und Herbert Hoffmann stehen für eine vielfältige und ausdrucksstarke Kunstform, die immer neue gestalterische Experimente hervorbringt. Einen Einblick geben Arbeiten lokaler Tattoo-Künstler, die sich von der Sammlung des Museums inspirieren ließen. Eine Videoprojekti­on zeigt zahlreiche Arbeiten renommierter Tätowier und Tätowiererinnen aus der aktuellen internationalen Szene, die sich durch eine Vielfalt an Stilrichtungen und neuen künstlerischen Bewegungen auszeichnet.

 

El Gangster de Iberia, San Salvadore, 2008. Der Bandenkrieg der Mara Salvatrucha in El Salvador.
Foto Christian Poveda © Christian Poveda / Agence VU

 

 

Weltweit nutzen viele Kulturen die menschliche Haut als Bildträger. Die Tradition der Tätowierung gehört zu den frühen Kunstformen und ältesten Handwerkspraktiken. Sie prägt heute noch das Alltagsbild. Die Ausstellung stellt ausgewählte Beispiele vor. Die Gesichtstätowierungen der Chin-Frauen in Birma etwa sind Teil eines Rituals, das den Übergang von der Kindheit zur Welt der Erwachsenen markiert. Mit Hilfe von Dornen oder Nadeln bringen Tätowiererinnen Muster in die Haut ein, die sich von Familienclan zu Familienclan unterscheiden. Auch die neuseeländischen Gesichtstätowierungen der Maori, geben Auskunft über die Familienzugehörigkeit und soziale Stellung der Person. Jede Gesichtspartie ist bestimmten Informationen vorbehalten, so zeugt eine Tätowierung der Stirnmitte etwa von einem hohen Status. In Thailand sind sakrale Tätowierungen – Sak Yant genannt – weit verbrei­tet. Sie sollen ihre Träger vor Unglück bewahren und sie unterstützen, ein moralisch korrektes Leben zu führen. Tattoos haben auch in Japan eine lange Tradition, die erste Erwähnung stammt aus dem 3. Jahrhundert. Die Gestaltung folgt dabei einer besonderen Harmonie und Eleganz und zeichnet sich durch klar gegliederte Farbbereiche aus.

Num, gesegnete Fotografie, Thailand 2010, Sak Yant, Sakrale Tätowierungen, Thailand,
Foto Aroon Thaewchatturat © Aroon Thaewchatturat

 

 

Im 18. und 19. Jahrhundert prägen illustrierte Reiseberichte den Blick auf die fremden Kulturen in Übersee und wecken die Neugier für die damals exotischen Tätowierpraktiken. Das Wort Tattow aus dem polynesischen Sprachgebrauch findet Erwähnung in James Cooks Forschungsberichten über seine Expeditionen in die Südsee im 18. Jahrhundert. Durch die sehr beliebten frühen ethnografischen Zeichnungen und Sti­che sowie später folgende Fotografien erfolgt eine Popularisierung der modernen Tätowierung in der westlichen Welt. Die Kunst des Tätowierens steht anfangs oftmals für das erotisierte Fremde und eine magisch-mythische, von Kulten und Riten begleitete Welt. Tattoos erleben in Europa und in Amerika in der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg eine Blütezeit. So sind selbst die Angehörigen der amerikanischen Oberschicht und nahezu aller europäischen Fürstenhäuser – einschließ­lich des Deutschen Kaiserhauses – tätowiert. In dieser Zeit gilt diese Form des Körperschmucks als Ausdruck von gutem Geschmack. Im 19. Jahrhundert bildet sich aber vor allem im Bürgertum eine ambivalente Haltung gegenüber der Täto­wierung heraus. Faszination und Ablehnung liegen in der westlichen Tattoo-Geschichte folglich eng beieinander und begründen den Doppelcharakter der Tätowierung als Stigma und Auszeichnung.

Durch die Verbreitung des Tätowierens in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und Gruppierungen vervielfältigen sich im letzten Jahrhundert die Funktionen und Bedeutungen des Tattoos. Vor allem die Doppeldeutigkeit von Stigma und Auszeichnung zeigt sich symptomatisch im milieuspezifischen Umgang mit Tätowie­rungen. Während Seeleute und Soldaten mit exotischen Bildmotiven ihre Reisetätigkeit dokumentieren, entwickeln sich im kriminellen Milieu Tätowierungen regelrecht zu Erkennungszeichen. Im Kontext der aufkommenden Fahndungsfoto­grafie erlangen sie bereits Anfang des 20. Jahrhunderts als erkennungsdienstliches Identifikationsmerkmal besondere Bedeutung. In russischen Gefangenenlagern werden im späten 19. Jahrhundert Tätowierungen und Brandmarkungen systematisch von staatlicher Seite eingesetzt, um Straftäter zu kennzeichnen.

 

Japanese Tattoo, 1880-1890, Albuminpapier, handkoloriert , 27 x 21 cm
© Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

 

 

Ein weiterer Aspekt der Ausstellung widmet sich mit zahlreichen Objekten dem Verhältnis von Frauen und Tattoos. Historische Fotografien zeigen schlaglichtartig die wechselhafte Geschichte von der Ausstellung stark tätowierter weiblicher Körper als Jahrmarktattraktion in den 1920er Jahren bis zu den Glamourgirls in den Varie­tés der 1960er Jahre. Schließlich stellt sie auch ausgewählte Pionierinnen vor, die sich selbstbestimmt in dem von Män­nern dominierten Bereich behaupteten. Frauen sind mittlerweile nicht mehr aus der Tattoo-Kultur wegzudenken und spielen als Künstlerinnen eine wichtige Rolle in der zeitgenössischen Szene.

Das komplexe Bedeutungsspektrum spielt auch in der zeitgenössischen Kunst eine große Rolle. So beschäftigt sich etwa die Japanerin Fumie Sasabuchi in ihren skulpturalen und fotografischen Arbei­ten mit dem Wechselspiel zwischen traditionellen Tattoo-Motiven der japanischen Yakuza und der Ästhetik westlicher Massenkultur. Auch Enrique Martys Skulpturen aus der Serie Art is Dangerous greifen auf die Yakuza-Ikonografie zu­rück, um in Verbindung mit der grotesken Anmutung der Figuren ironische Fragen nach der Rolle der Kunst und der Bedeutung von Tätowierungen aufzuwerfen. Der spanische Konzeptkünstler Santiago Sierra thematisiert in seiner filmi­schen Arbeit die Tätowierung aus gesellschafts-und kapitalismuskritischer Sicht. Er bezahlte Angehörige sozialer Rand­gruppen dafür, sich in einer Performance eine durchgehende Linie auf den Rücken tätowieren zu lassen. Mit der bewusst unsauber gesetzten Linienführung verweist er auf deren prekäre Stellung und die damit verbundene gesellschaftliche Stigmatisierung.

Tattoo ist eine Produktion des Gewerbemuseum Winterthur, Schweiz, kuratiert von Susanna Kumschick, und wird erstmals in Deutschland gezeigt.

Für die Ausstellung im MKG entsteht ein vielfältiges Rahmenprogramm in Zusammenarbeit mit Hamburger Tätowie­rer/innen und Grafikdesigner/innen. Es erscheint ein kostenloses 36-seitiges Booklet in Deutsch und Englisch

 

Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Hamburg

 

17.10.2014 - 30.08.2015
Ausstellung München . Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums erzählt eine Sonderausstellung mit interessanten Exponaten,und Fotografien die Geschichte der längsten Eisenbahnstrecke der Welt - der legendären Transsib. Sie zeigt die Menschen, die mit ihr unterwegs sind ebenso wie die vielfältigen Landschaften und Städte durch die ihr Weg führt. Bis 30.8.2015
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Transsib - Ein Jahrhundertprojekt auf Schienen
Ausstellung München . Im Verkehrszentrum des Deutschen Museums erzählt eine Sonderausstellung mit interessanten Exponaten,und Fotografien die Geschichte der längsten Eisenbahnstrecke der Welt - der legendären Transsib. Sie zeigt die Menschen, die mit ihr unterwegs sind ebenso wie die vielfältigen Landschaften und Städte durch die ihr Weg führt. Bis 30.8.2015

Bis 2004 wurden im Güterverkehr auf dem chinesischen Teil der Strecke nach Peking noch Dmpfloks eingesetzt.  Foto: Thomas Waidelich

 

 Die Fahrt auf der längsten Eisenbahnstrecke durch das flächenmäßig größte Land der Erde führt durch sieben Zeitzonen und ist eine der legendären Reiseabenteuer unserer Erde. Zahlreiche Hindernisse mussten bei ihrem Bau überwunden werden. Sie lernt man in der Ausstellung ebenso kennen wie Menschen, die mit der Transsib unterwegs sind und in den durchreisten Landstrichen leben. Aufnahmen von den Orten an der Strecke von Moskau bis Wladiwostok oder Peking vermitteln einen Eindruck von der landschaftlichen Vielfalt Sibiriens. 

Die ursprünglichen Streckenabschnitte der Transsibirischen Eisenbahn wurden zwischen 1891 und 1916 angelegt. Tausende Arbeiter errichteten die Bahnstrecke mit einfachen Werkzeugen und Transportmitteln in kaum besiedeltem Gebiet und schwierigem Terrain. Die bis heute längste Bahnlinie der Welt erschloss den Osten Russlands und verband Moskau mit dem Pazifik. Schon bald nach der Jahrhundertwende fuhren auch die ersten Reisezüge von Europa durch Sibirien in den fernen Osten. Nach anfänglichen Rückschlägen durch Bauprobleme und Kriege entwickelte sich die Transsibirische Eisenbahn im 20. Jahrhundert zu einer unverzichtbaren Lebensader des Verkehrs zwischen Europa und Asien, die bis heute immer wieder erneuert und ausgebaut wurde. Sie transportiert Menschen und Güter und durchquert zwei Kontinente. Dabei fährt sie durch sieben Zeitzonen und viele Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Transsibirische Eisenbahn hatte großen Einfluss auf die Erschließung Sibiriens und die damit verbundene wirtschaftliche Entwicklung. Die Anbindung Russlands an den Pazifischen Ozean eröffnete neue Handelswege und Geschäftsbeziehungen. Seit einigen Jahren steigern neue Kommunikationstechnologien und eine Verkürzung der Zollformalitäten beim Überschreiten der Ländergrenzen die Bedeutung der Strecke als „Transeurasische Landbrücke“. Das Land ist auch die Heimat einer großen Zahl unterschiedlichster Ethnien, deren Lebensraum durch den Anstieg der Industrialisierung in den vergangenen hundert Jahren immer weiter eingeschränkt wurde. Die Sonderausstellung erschließt das Thema mit zahlreichen Fotos und Bildern und präsentiert viele landestypische Exponate – von Nahrungsmitteln bis zu regionalen Trachten, von Jagdzubehör bis zu Lok- und Wagenmodellen.

 

Entstanden ist die Ausstellung in einer Kooperation zwischen dem Deutschen Museum in München und dem Industriemuseum Lauf. 

 

 

 

Bis in die 1970er Jahre wurde im damals Nicht elektrifizierten Ostteil der Transsibirischen Eisebahn die berühmte Schnellzuglok P36 mit einer Leistung  von 1840 kW eingesetzt. Foto: Hansjoerg Brutzer

 

Galerie der Halle III im Verkehrszentrum des Deutschen Museums, Theresienhöhe 15, München

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